Radiokunst: Zur Entwicklung eines Mediums zwischen Ästhetik und sozio-kultureller Wirkungsgeschichte

 

Das in Kooperation mit der Universität Bremen und der Universität zu Köln realisierte Projekt wird im Rahmen des Förderprogramms "Forschung in Museen" von der VolkswagenStiftung unterstützt.

Basierend auf den besonderen Radiokunstbeständen im Studienzentrum für Künstlerpublikationen Weserburg, welche international den einzigen größeren Bestand an Radiokunst von KünstlerInnen aus ganz Europa, Amerika und Australien darstellen, und bisher nicht zugängliche und unerforschte akustische Kunstwerke umfassen, werden in diesem Projekt die Entstehung und Entwicklung der internationalen Radiokunst erforscht. Weder die kunstwissenschaftliche noch die medienwissenschaftliche Forschung hat sich den radiophonen Kunstwerken bisher in einer systematischen Studie gewidmet. Im Projekt werden drei grundlegende Fragestellungen bearbeitet, von denen sich die historischen und aktuellen Bedingungen der Radiokunst herleiten. Hierzu gehören der Einfluss der Technologien auf die Radiokunst, ihr institutioneller Kontext und seine Machtstrukturen sowie Aspekte der Vermittlung.


Das Studienzentrum für Künstlerpublikationen als Hauptantragsteller des Projekts, bildet nicht nur alleine durch seinen Bestand von Radiokunst eine Art ‚Knotenpunkt‘. Im Rahmen von internationalen ExpertInnen-Workshops, einer Tagung, den regelmäßigen Treffen der „Jungen Akademie“ bzw. der Projektgruppe und einer internetbasierten Forschungsplattform fließen hier die wissenschaftlichen Ergebnisse zusammen. Als Schwerpunkt der generellen Grundlagenforschung, die im Studienzentrum betrieben wird, widmet sich das von Franziska Rauh, M.A. und Dr. Anne Thurmann-Jajes im Studienzentrum betreute Teilprojekt vor allem dem institutionellen Kontext von Radiokunst und seinen Machtstrukturen. Im Fokus stehen Fragen nach dem Einfluss, den das Radio als Medium und Machtapparat auf die Entstehung und Entwicklung der Radiokunst hat? Dabei geht es darum, das widersprüchliche Verhältnis von KünstlerIn, Werk und Sendeanstalt im Dispositiv der Einflussfaktoren vor der Folie der historischen Entwicklung der Mediensysteme und der institutionellen Rahmenbedingungen der Kunst zu untersuchen. Die auf die Radiokunst/-künstler wirkenden Einflüsse kamen von Seiten der Zuhörer, Redakteure, Toningenieure, Intendanten, des Medien- und Kunstsystems, der Medienpolitik, aber auch durch Festivals. Es gilt genau diese Verästelungen zu erfassen, zu analysieren sowie herauszuarbeiten, wie diese sich in die Formulierung der Kunstprojekte eingeschrieben haben. Hieran anzuschließen ist die Frage nach der gesellschaftlichen Relevanz von Radiokunst sowie nach den Einschluss- oder Ausschlussmechanismen vom Kunstsystem gegenüber einer Kunstform, die sich in der Sphäre der öffentlichen Medien situiert.

 

Begleitend zum Forschungsprojekt konzipiert und realisiert das Studienzentrum für Künstlerpublikationen zwei Ausstellungen zur Radiokunst in der Weserburg | Museum für moderne Kunst, die auf den Ergebnissen der Forschung basieren. Vom 10. November 2012 bis zum 10. Februar 2013 werden wichtige Arbeiten aus der langjährigen Tätigkeit des ORF Kunstradios unter dem Titel „Über das Radio hinaus. 25 Jahre Kunstradio – Radiokunst“ in einer Art Jubiläumsausstellung präsentiert. Im Herbst 2013 geht es in der zweiten Ausstellung „Listen Up! Radiokunst in den USA“ um künstlerische Positionen innerhalb der us-amerikanischen Radiokunst-Szene.


Projektlaufzeit: 01.10.2011 - 30.09.2014
gefördert von der Volkswagenstiftung

Studienzentrum für Künstlerpublikationen
Research Centre for Artists‘ Publications
Weserburg | Museum für moderne Kunst
Teerhof 20
28199 Bremen

 

Dr. Anne Thurmann-Jajes
studienzentrum@weserburg.de
+49 (0)421 59839 40

Franziska Rauh, M.A.
projekte.studienzentrum@weserburg.de
+49 (0)421 59839 40


in Kooperation mit:

Universität Bremen
Fachbereich 9 - Kulturwissenschaften
Institut für Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik

Prof. Dr. Maria Peters
mapeters@uni-bremen.de
+49 (0)421 218 67730

Sarah Rothe, M.A.
kontakt.studienzentrum@weserburg.de
+49 (0)421 59839 40

 

Universität zu Köln
Philosophische Fakultät
Kunsthistorisches Institut
Allgemeine Kunstgeschichte

Prof. Dr. Ursula Frohne
ursula.frohne@uni-koeln.de
+49 (0)221 470 3510

Jee-Hae Kim, M.A.
jee-hae.kim@uni-koeln.de
+49 (0)221 470 7741

 

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Kontakt

Zentrum für Künstlerpublikationen / Weserburg
Teerhof 20
28199 Bremen
Telefon +49 (0)421 59839 40
E-Mail: studienzentrum@weserburg.de

Öffnungszeiten Studienraum

Dienstag bis Freitag 11-12:30 Uhr
Donnerstag 14-16:30 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Öffnungszeiten Ausstellungen

Die Ausstellungen des Zentrums für Künstlerpublikationen sind zu den Öffnungszeiten der Weserburg zu sehen:

Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr
Donnerstag 11-20 Uhr
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