Künstlerzeitschriften

 

Künstlerzeitschriften entstanden im Kontext der zeitgenössischen Kunst Anfang der 1950er Jahre. Sie reflektieren die Gestaltung, das Format, das Material und die Erscheinungsweise herkömmlicher Zeitschriften. Künstlerzeitschriften können in Form normaler Zeitschriften, aber auch als Assembling, Einblatt- oder Objektzeitschriften erscheinen sowie in Form eines Newsletters. Als eigenständige Kunstwerke bilden sie unabhängige und unzensierte Informationsmedien.

Für die Künstlerinnen und Künstler sind Künstlerzeitschriften unter anderem ein Mittel der Information, Kommunikation und Vernetzung, um etablierte Strukturen der Gesellschaft und des Kunstmarktes zu unterlaufen. Sie beinhalten nicht nur künstlerische, sondern auch theoretische und dokumentarische Beiträge von Künstlern, die auf textlicher und/oder bildlicher, beziehungsweise audiovisueller Ebene funktionieren. Zudem erweiterten die Künstler den Formenkanon der Künstlerzeitschriften, indem sie diesen manchmal auch Multiples, Grafiken, Fotografien, Compact discs oder Schallplatten beilegten.

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