Ausstellung Zentrum | 27.11.2009 - 24.01.2010

Hanne Darboven

Künstlerbücher
Die Ausstellung des Studienzentrums für Künstlerpublikationen ist eine Hommage an die im März dieses Jahres verstorbene Künstlerin. Hanne Darboven zählt zu den bedeutendsten Konzeptkünstlern der Gegenwart. Internationale Aufmerksamkeit errang sie mit ihren Schreibzeichnungen. Diese basieren auf Ausschreibungen von Ziffern sowie auf Zahlenoperationen und sind durchsetzt von rhythmischen Linien und Durchstreichungen. Die Präsentation gibt einen Überblick über die gebundenen einbändigen Künstlerbücher sowie Künstlerzeitungen und Schallplatten. In den Publikationen „Schreibzeit, 1975-1981“, Kulturgeschichte 1980-1983“ und „Bismarckzeit, 1978“ kommt neben der Auseinandersetzung mit dem Thema Zeit auch Darbovens Beschäftigung mit zeitgeschichtlichen Ereignissen sowie der Deutschen Geschichte und Politik zum Vorschein. [mehr]
Ausstellung Zentrum | 14.11.2009 - 21.02.2010

Pro musica nova

Ein Radiofestival und der Geist von Fluxus
Weltweit war die „Pro musica nova“ eines der bedeutendsten Festivals auf dem Gebiet der Neuen Musik. In seinem interdisziplinären Ansatz wurden sowohl literarische Positionen als auch die avantgardistische Kunst der Zeit einbezogen. Das Radiofestival, das 1961 von dem damaligen Hauptabteilungsleiter Musik bei Radio Bremen, Hans Otte, gegründet wurde, bot bis zum Jahre 2000 zahlreichen Kunstschaffenden aus den unterschiedlichsten Bereichen Raum für einen äußerst fruchtbaren Austausch.[mehr]
Ausstellung Zentrum | 31.10.2009 - 14.02.2010

Joan Rabascall

Produktion 1964-1982
Massenmedien, die Rolle der Frau, Militarisierung, Gewalt, der „american way of life“, Freizeitkultur und Computerisierung – dieses sind die Hauptthemen von Joan Rabascall. Das Studienzentrum für Künstlerpublikationen zeigt in seiner Ausstellung nun über 150 bisher eher unbekannte Produktionen des spanischen Künstlers aus den 1960er bis 1980er Jahren, die als Schlüssel-Periode in seinem Werk angesehen werden können. In einer Zeit, in der sich die meisten amerikanischen Künstler/innen von der industriellen Produktion faszinieren ließen, entschloss sich Rabascall wie viele andere europäische Künstler/innen auch, Kritik an der modernen Konsumkultur auszuüben. Dabei steht für ihn vor allem die zunehmende Mediatisierung der Gesellschaft im Zentrum seines Interesses. Dementsprechend gestaltet sich die Ausstellung „Joan Rabascall. Produktion 1964-1982“ rund um die Auseinandersetzung des Künstlers mit den Thema des Bildes und der Bilderübertragung.[mehr]
Hannah Höch: Bilderbuch, The Green Box, Berlin 2008 und Andy Warhol: Children's Book, Bruno Bischofberger, Zürich 1983
Ausstellung Zentrum | 25.09.2009 - 31.01.2010

Künstlerbuch in Kinderwelt

Von Hannah Höch bis Andy Warhol
El Lissitzkys „Von zwei Quadraten“, Hannah Höchs „Bilderbuch“, oder Malbücher von Richard und Keith Haring: Die präsentierten Kinderbücher von bildenden Künstlern führen durch die Welt der Kunst seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute. Die Vielfalt künstlerischer Medien reicht von Zeichnung und Malerei über Collage, Fotografie bis hin zu Pop-up-Büchern und ausklappbaren Leporellos.[mehr]
Ausstellung Zentrum | 10.07.2009 - 22.11.2009

Emmett Williams

Emmett Williams - sein Name steht gleichermaßen für Vielseitigkeit wie für bedeutende Meilensteine der Kunstgeschichte, seine zahlreichen Kooperationen und Künstlerfreundschaften haben viele berühmte Ideen und Werke hervorgebracht: Gemeinsam mit George Maciunas, Nam June Paik, John Cage gehörte er zu den Begründern der Fluxus-Bewegung und nahm an Maciunas' legendärem Fluxus Gründungs-Happening in Wiesbaden teil. Mit dem Schweizer Künstler Daniel Spoerri arbeitete er von 1957 bis 1959 im Darmstädter Kreis für konkrete Poesie zusammen. Weitere produktive Verbindungen pflegte er unter anderem zu Robert Filliou, Dieter Roth, Richard Hamilton, John Cage, Claes Oldenburg, Charles Bukowski, Alison Knowles, Allan Kaprow und Joseph Beuys. [mehr]
Ausstellung Zentrum | 19.06.2009 - 13.09.2009

Franz Mon 1951 · plus

Schrift · Bild · Stimme
Franz Mon gehört nicht nur zu den wichtigsten Vertretern der Konkreten Poesie in Deutschland, auch international ist er aus der Entwicklung dieses neuen Mediums nicht mehr wegzudenken. Zahlreiche Künstlerbücher, Publikationen und theoretische Schriften, die einen wichtigen Beitrag zur Etablierung der Konkreten Poesie leisteten, haben Mon weltweit bekannt gemacht. Sein erstes Buch artikulationen erschien 1959, bereits 1960 gab er zusammen mit Walter Höllerer und Manfred de la Motte die Anthologie movens heraus und 1962 gründete er den Typos Verlag, in dem er Werke anderer Künstler der Konkreten und Visuellen Poesie veröffentlichte. Für Mon, der wie viele andere konkrete Poeten die Kleinschrift bevorzugte, war die beschriebene Fläche nicht Texthintergrund, sondern ihm kam es darauf an, sie als Element der Text-Bild-Verbindung sicht- und wahrnehmbar zu machen.[mehr]
Ausstellung Zentrum | 01.05.2009 - 05.07.2009

Anna Banana

Networking Publications
"Doktor" Anna Freud Banana - so nennt sich eine der aktivsten und beliebtesten Künstlerinnen der weltweiten Mail-Art-Szene, deren Künstlerbriefmarken, Grafiken, Künstlerbücher und -zeitschriften sowie Postkarten-Editionen nun in einer Ausstellung des Studienzentrums für Künstlerpublikationen zu sehen sind. Der selbstgewählte Titel der Kanadierin ist Programm: Seit den 1970er-Jahren beschäftigt sie sich mit der "wissenschaftlichen" Untersuchung künstlerischer Fragen und ihre bevorzugten Aktionsmittel dabei sind: Bananen.[mehr]
Ausstellung Zentrum | 06.03.2009 - 26.04.2009

Michael Lapuks - Cities Remixed

Michael Lapuks fotografiert, dokumentiert, abstrahiert was ihm auf seinen Reisen begegnet und doch versinnbildlichen seine Werke etwas ganz anderes als einen touristischen Katalog. Intuitiv wählt er gerade das als Motiv aus, was ihm vertraut erscheint: die wiederkehrende Architektur der Städte.[mehr]
Ausstellung Zentrum | 07.02.2009 - 17.05.2009

obenauf und ungebrochen

Künstlerpublikationen aus der DDR
Sie haben sich nicht unterkriegen lassen, die Künstlerinnen und Künstler in der ehemaligen DDR. Sie schufen im Samizdat oder auch im gesellschaftlich-kulturellen Untergrund Werke, die eine ganz eigene Ästhetik vermitteln, sich jedoch auch im Kontext der internationalen Kunstströmungen verorten. So ist ein Überblick von ca. 20 verschiedenen originalgraphischen Zeitschriften und zahlreichen Büchern zu sehen, die international gesehen für die Entwicklung der Kunst in der DDR eine Besonderheit darstellen. Sie lassen sich mit dem Künstlerbuch in der Tradition der 1960er Jahre nur bedingt vergleichen. Sowohl die Mail Art als auch eine lebhafte Video- und Performance Szene vernetzte die Künstler in der DDR international. Kontakte in die anderen Länder Osteuropas, nach Lateinamerika, Westdeutschland oder 'dem Westen' allgemein entstanden auch über verschiedene Graphikbiennalen.[mehr]
Ausstellung Zentrum | 25.01.2009 - 22.02.2009

Daniel García Andújar

Postcapital Archive (1989-2001), "Mauer/Bremen", 2008-2009
"Mauer/Bremen" ist ein neuer, speziell für Bremen konzipierter Teil des multimedialen Projektes "Postcapital. Archive 1989 - 2001" des spanischen Künstlers Daniel García Andújar. Es thematisiert in besonderer Art und Weise die Ereignisse um 1989 und ihre bis heute andauernden Folgen.[mehr]
Miroslav Klivar, Body Art
Ausstellung Zentrum | 09.01.2009 - 01.03.2009

Miroslav Klivar

Poesie als Event oder Texte als Bilder – die visuelle Poesie ist für Miroslav Klivar eine der wichtigsten künstlerischen Ausdrucksformen. Fotografien, Grafiken, Künstlerbücher, Performances, Videofilme und Installationen sind dabei die bevorzugten Genre des aus Prag stammenden Künstlers, der bereits 1966 anfing den Computer für seine Arbeit zu nutzen. Seine Body-Art-Aktivitäten begannen 1972 als ein Protest gegen die Besetzung der damaligen Tschechoslowakei durch die Armee der zu jener Zeit noch bestehenden UDSSR. Die ersten Installationen Klivars entstanden 1974. Die unterschiedlichen Formen seiner Body-Art und Performances entwickelten sich bis heute in Klivars Videokunst weiter und zeigen sich in Werken wie „Video Poetry“ von 1977 oder „Video Stamp Art“ von 1989. Die zensorische Schwärzung von Fotografien im Kommunismus, mit der man Menschen aus politischen Gründen auf diesen Fotografien unkenntlich machte, ist von Miroslav Klivar ab 1976 mit der DIM-Art zum Thema seiner Kunst gemacht worden.[mehr]