Ausstellung | 12.06.2010 VERLäNGERT BIS 03.10.2010

Olaf Metzel

Noch Fragen?
Wenn von der Verbindung der Kunst zum Leben die Rede ist, nehmen die wörtlich aus dem Leben gegriffenen Skulpturen und Installationen wie auch die ins Leben selbst eingreifenden Interventionen von Olaf Metzel einen besonderen Platz in der Kunstlandschaft Europas ein. Metallgerüste, Leitplanken, eine zerborstene Turnhalleneinrichtung, Sitzreihen aus einer Sporttribüne, Imbiss-Stehtische, Metallspinte und andere vom Künstler eingesetzte, bisweilen brachial veränderte Gegenstände und Materialien nehmen den von den Avantgarden immer wieder postulierten Bezug der Kunst zum Alltag anscheinend wortwörtlich auf. Doch geht es Metzel nicht um eine neuerliche „Materialästhetik“ und schon gar nicht um eine den Dingen innewohnende und zu entlockende „Poesie des Trivialen“. Stattdessen zielt der in München lebende Bildhauer, Objektkünstler und Zeichner auf eine direkte Auseinandersetzung mit dem Betrachter und seinem sozialen, urbanen und gesellschaftspolitischen Umfeld. [mehr]
Ausstellung | 01.05.2010 - 29.05.2011

Chronische Fluxitis

Sammlung Maria und Walter Schnepel
Seit vielen Jahren begeistert sich das Bremer Sammlerpaar Maria und Walter Schnepel für jene Künstlergeneration, die man heute unter dem Begriff „Fluxus“ zusammenfasst. Ihr sowohl avantgardistischer, als auch aufrührerischer, ja neodadaistischer Geist manifestierte sich seit den 1960er Jahren in Europa, den USA und Japan. Die Fluxus Künstler verweigerten sich den Museen, veranstalteten die ersten Happenings und Aktionen und nutzten alle damals verfügbaren Medien für ihre antibürgerlichen und nicht affirmativen Kunstwerke. Die Ausstellung „Chronische Fluxitis“ folgt einem ungewöhnlichen Konzept. Sie ordnet die Werke der Ausstellung nach ihrem Entstehungsdatum und setzt sie in Beziehung zum Zeitgeschehen der 1960er, 1970er und 1980er Jahre. Die Ausstellung entwirft damit ein spannungsreiches Beziehungsgeflecht zwischen Kunst, Gesellschaft und Politik. [mehr]
Ausstellung | 08.05.2010 - 11.09.2011

Double Rotation

Werke aus der Sammlung Lafrenz
Schon bei der Gründung der Weserburg hat die Sammlung Lafrenz das Selbstverständnis und das Erscheinungsbild des Sammlermuseums inmitten der Weser maßgeblich geprägt. Der Hamburger Apotheker Dr. Klaus Lafrenz hatte bereits seit den 1970er Jahren eine überzeugende und unverwechselbare Sammlung von Schlüsselpositionen der Minimal Art, Konzeptkunst, Arte Povera und verwandter Kunstströmungen aus den USA und Europa zusammengetragen. Auffallend war eine damals wie heute das Werk ausmachende Befragung der Medien und Materialien und der Grundbedingungen der Wahrnehmung durch die Künstler. In der Tat stellen die meisten der Lafrenz’schen Bilder, Skulpturen und Installationen nichts im mimetischen Sinne dar, sie bilden nichts ab, was außerhalb ihrer Selbst existieren könnte. Sie schaffen stattdessen auf sinnliche Weise unverwechselbare Situationen und Konfrontationen, welche sich sofort auf den Raum und schließlich auch auf den Betrachter übertragen. [mehr]
Ausstellung | 18.09.2010 - 30.10.2010

Thomas Hartmann

Unruhe - Bilder 1979-2010
Ausstellung | 21.08.2010 - 31.10.2010

Götz Diergarten

Photographs
Götz Diergarten (*1972 in Mannheim) lenkt und sensibilisiert mit seinen Fotografien unseren Blick auf das Gewohnte unserer Umgebung. In seinen typologischen Serien untersucht er das Erscheinungsbild alltäglicher Architekturen: deutsche Fassaden, belgische Strandkabinen, britische Badearchitektur und europäische Untergrundbahnen. Die vordergründige Banalität von Putz- und Klinkerimitat, Fenstern, Garagentoren und einfachen Baukörpern verwandelt sich bei ihm in ihrer fotografischen Reihung zu einer Typologie der Alltagskultur. Seine Werke sind geprägt vom klaren, dokumentarischen Stil seines Lehrers Bernd Becher. Häuserfassaden, Strandhütten sowie U-Bahntunnel werden nach strengen bildnerischen Vorgaben aufgenommen: frontale Ansicht, diffuses Licht und enger Ausschnitt - lediglich der Typus variiert. [mehr]
Maurizio Cattelan: Love Saves Life, 1995, Leihgaben der Freien Hansestadt Bremen
Ausstellung | 28.02.2009 - 02.01.2011

Noble Gäste

Meisterwerke der Kunsthalle Bremen
Jemanden in den eigenen vier Wänden willkommen zu heißen, bedeutet im Sinne echter Gastfreundschaft nicht nur räumliche Unterbringung, also das sprichwörtliche „Einräumen“ eines abgegrenzten Bereiches, sondern auch aktiven Austausch, meint also Dialoge und Korrespondenzen - wie es sich eben für einen aufmerksamen Gastgeber gehört. Die Auswahl an herausragenden Werken, welche die Kunsthalle für etwa zwei Jahre in das Sammlermuseum Weserburg und damit in die ehemaligen Speicherhäuser inmitten der Weser schickt, gerät unter dieser Prämisse wie von selbst in Beziehung zu den hier bereits vorhandenen Arbeiten des 20. und 21. Jahrhunderts aus verschiedenen Privatsammlungen. Ebenso zum Gebäude, einer ehemaligen Kaffeerösterei und seinen verschachtelt- labyrinthisch angelegten Räumen. Es geht also um Gastfreundschaft besonderer Art, nicht um ein Unisono - Nebeneinander, sondern um Fragen und Antworten, Dialoge, Entgegnungen und Abgrenzungen. [mehr]
Ausstellung der Werkstatt Kunst | 03.09.2010 - 26.09.2010

Mit | Auf | Aus einem Boot

Eine Ausstellung in den Räumen der Kunstvermittlung
Das Vorhaben „Boote bauen und damit ein Stück auf der Weser fahren!“ wollte diese Sommerferien in einem zweiwöchigen Projekt gemeinsam mit Jugendlichen im Alter von 11 bis 15 Jahren neue Räume – visionäre und reale – öffnen. Der Ort hierfür war das Atelier von Achim Bertenburg im Güterbahnhof. Von Anfang an bestimmte das ganze Team demokratisch den Ablauf des Projekts: Arbeitsphasen, Pausen, Mittagessen, Diskussionen. Jeder suchte sich seinen Raum, in dem er Wissen abgeben oder gewinnen konnte. [mehr]
Ausstellung Studienzentrum | 19.06.2010 - 15.09.2010

Clemente Padín

Word, Action and Risk
Im Laufe seines über 40-jährigen künstlerischen Schaffens hat der in Uruguay lebende Clemente Padín verschiedene Funktionen in sich vereint – Dichter, Kritiker, Kurator, Lektor, Netzwerker – und sich auf einem Terrain bewegt, auf dem sich Kunst und Aktivismus vermischen. An der Entwicklung seiner Aktivitäten lässt sich das Bemühen erkennen, sowohl den Kanon künstlerischer Produktions- und Zirkulationsformen zu überwinden, als auch die von den Militärdiktaturen, die den lateinamerikanischen Kontinent in den 1960er und 1970er Jahren heimgesucht haben, gezogenen Grenzen. Padín bedient sich verschiedener Reproduktionstechniken, von der Schreibmaschinenschrift, dem Offset-Druck, der Fotokopie, Serigrafie, über Video und Fotografie bis zur digitalen Kunst. Im Netzwerk der Mail Art, in dem sich Künstler aus der ganzen Welt austauschten, stellte Clemente Padín einen Bezugspunkt in Südamerika dar. [mehr]
Ausstellung Studienzentrum | 09.07.2010 - 24.10.2010

Allen Ruppersberg

Künstlerbücher
Für den kalifornischen Konzeptkünstler Allen Ruppersberg stehen Sprachfragmente des Alltags und der Dichtung im Zentrum seiner Arbeit. Die Literatur, die Sprache überhaupt spielt eine wichtige Rolle für den 1944 in Cleveland geborenen Künstler. So dienten literarische Vorlagen vielfach als Inspiration für seine frühen Arbeiten und Projekte, die sich auch in seinen Künstlerbüchern widerspiegeln. Zu seinen legendären Künstlerbüchern und Arbeiten zählt unter anderem Al’s Grand Hotel (1971). Bei diesem Projekt realisierte Ruppersberg ein Hotel auf Zeit, bei dem sieben individuell eingerichtete Zimmer angemietet werden konnten, darunter ein ‚Jesus Zimmer’ und ein ‚Hochzeitszimmer’. Als Inspiration diente der Roman Menschen im Hotel (1929) von Vicky Baum, der 1932 auch als Film mit Greta Garbo unter dem Titel Grand Hotel umgesetzt wurde. [mehr]
Eröffnung | 18.September 2010, 18.30 Uhr

Thomas Hartmann

Unruhe-Bilder 1979-2010
REM Konzert 78 | 21.Oktober 2010, 20.00 Uhr

Sozialstudien und Auferstehung

Medial vorgeführt: RASHAD BECKER Einige Populationen
Soziologie observiert und überwacht 2007
KOMMISSAR HJULER: Waldkindergarten

Lebend vorhanden: THREE RESURRECTED DRUNCARDS
an Stimme und vielen Cassettenrecordern
TOM SMITH und PIT NOACK

Tom Smith (Begründer des internationalen Noisemusik-Kollektivs
To Live and Shave in L.A.) schreibt die Texte und singt.
Pit Noack bedient 10 Cassettenrecorder. Ausgehend von
Smith's Texten komponiert Noack Abfolgen von Klangclustern
und -fragmenten, die auf Gruppen von Cassetten aufgenommen
werden. Während der Live-Performance werden die Cassetten
den Partituren der jeweiligen Stücke entsprechend gewechselt.
www.pgnm.de

REM Konzert 79 | 25.November 2010, 20.00 Uhr

Törichte Dosis

LIVE: Wolfgang Müller (Ex Tödliche Doris)
spricht über die -, zeigt Filme von der -, gibt Musik zu Gehör
von der TÖDLICHEN DORIS

Die Band Die Tödliche Doris existierte von 1980 bis 1987.
Sie stellte sich Zeit ihrer Existenz die Frage: Kann man
etwas mit Klang und Geräusch machen, was keine Musik ist?
Auch das Konzept Band wurde stetig hinterfragt. Auf jede
registrierte Festlegung reagierte Die Tödliche Doris mit der
Frage nach weiteren, anderen Möglichkeiten, gleichzeitig
trug sie ihre Vorstellungen in die unterschiedlichsten
künstlerischen Medien und philosophierte dabei mit deren
vermuteten oder behaupteten Identität.

Wolfgang Müller, Gründungsmitglied von Doris stellt
die Künstler-Gruppe in einem abendfüllenden Vortrag
mit Klang- und Bildbeispielen vor.
www.pgnm.de

Führungen

Die Ästhetik der Gewalt
Donnerstag 09.September, 18.00 Uhr 

Olaf Metzel
Sonntag 12.September, 11.30 Uhr 

Noble Gäste
Donnerstag 16.September, 18.00 Uhr 

[mehr]

Shop

Weserburg Tasche
[zum Shop]

ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstag, Mittwoch und Freitag 10-18 Uhr
Donnerstag 10-21 Uhr
Samstag und Sonntag 11-18 Uhr
Montag geschlossen
[mehr]

EINTRITTSPREISE

Erwachsene EUR 8
Ermäßigt EUR 5
Familien EUR 14
[mehr]

KONTAKT

0049-(0)421-59839-0
[mehr]

NEWSLETTER

Gerne informieren wir Sie über die Aktivitäten der Weserburg.
[kostenlos bestellen]


Empfehlen Sie die Seite einem Freund SendenSeite drucken Drucken