Meine Wunderkammer, Foto: Bo Su
Ausstellung in der Werkstatt Kunst | 30.03.2017 - 28.05.2017

Meine Wunderkammer

Entdecken - Staunen - Sammeln
Was lässt sich alles sammeln? Was macht die kleinen und großen Dinge unserer Welt zu sammlungswürdigen Werken und Werten? Schülerinnen und Schüler der Oberschule am Leibnizplatz haben sich über drei Monate hinweg intensiv mit der Ausstellung "Mir ist das Leben lieber. Sammlung Reydan Weiss" auseinandergesetzt. In einem künstlerisch-experimentellen Arbeitsprozess entwickelten sie ihr eigenes Museum im Miniaturformat. Das Kooperationsprojekt der Oberschule am Leibnizplatz und der Weserburg hat den Förderpreis Museumspädagogik 2016 der VGH-Stiftung erhalten.
Moosmensch von Lucia, Helen und Lili

Wo es Neugierde gibt, da entsteht auch Raum für Entdeckungen und fürs Wundern. Das hat sich seit Beginn der Renaissance, als die ersten Kunst- und Wunderkammern eingerichtet wurden, nicht geändert. SammlerInnen versuchten die Vielfalt der Schöpfung in den Vorläufern der Museen von heute zusammenzutragen, zu erforschen, zu ordnen und zu verstehen. Ihre „Kammern“ bargen Wunderwerke der Natur und der menschlichen Kunstfertigkeit: u.a. seltene Naturalien (Naturalia), Erzeugnisse aus fernen Welten (Exotica), Wunderwesen (Mirabilia), antike Fundobjekte (Antiquites), wissenschaftliche Apparate (Scientifica) und exquisite Kunstwerke (Artefacta). Sie schufen ein Theatrum mundi: Die ganze Welt unter einem Dach.

Im Rahmen des Projekts Meine Wunderkammer: Entdecken – staunen – sammeln haben sich Jugendliche in ihrer Freizeit und im Schulunterricht  intensiv mit dem Thema „Wunderkammern“ auseinandergesetzt. Im Fokus des Interesses stand das Sammlungsobjekt, sein Aussagewert und seine Inszenierung im Ausstellungsraum. Für eigene Recherchen haben sie hierzu auch die Ausstellung "Mir ist das Leben lieber. Sammlung Reydan Weiss" in der Weserburg besucht.

Unmensch von Beverley, Paula und Lone_Foto: Ilka Schauer
Das Skulpturale hinter den Zahnspangen von Alissa

Ausgehend von den Erkundungen im Museum griffen die Jugendlichen im weiteren Projektverlauf auf ihre eigenen Sammlungen zurück. Die unterschiedlichen Objekte untersuchten sie aus verschiedenen Perspektiven: Was kann an einem gewöhnlichen Gummiband interessant sein? Besitzen Zahnspangen auch eine skulpturale Qualität? Kann man Klänge sammeln? Was verrät mir meine Leidenschaft für Heidi-Figuren über mich? Über die Bearbeitung dieser Fragestellungen und mittels ästhetischer Untersuchungen (Radierung, mikroskopische Aufnahmen, Zeichnung, Malerei, Skulptur, Fotografie, Multimedia) wurden Entdeckungen gemacht, die der Neugierde, der Fantasie und dem Wundern ein weites Feld geboten haben. In Ergänzung dazu haben die Jugendlichen Fabelwesen (Mirabilia) erfunden, die in Gestalt und Ausdruck etwas ganz Eigenes besitzen und doch an Mythen und Märchen aus unserem kollektiven Gedächtnis erinnern.

Als SammlerInnen, Künstlerinnen und KuratorInnen in einer Person entwickelten die Jugendlichen aus künstlerisch-experimentellen Arbeitsprozessen ihr eigenes Theatrum mundi im Miniaturformat.

Projektleitung: Sirma Kekeç, Meike Su, Anna Wilkens

Ein Kooperationsprojekt zwischen der OS Leibnizplatz und der Weserburg | Museum für moderne Kunst

Das Projekt hat den Förderpreis Museumspädagogik 2016 von der VGH-Stiftung aufgrund seines Konzepts erhalten, Neugierde an alltäglichen Objekten zu wecken und durch die interdisziplinäre Brille nach ihren Beziehungen in ihrer Umgebung zu forschen.


Museumspädagogikpreis der VGH-Stiftung

Das Kooperationsprojekt Meine Wunderkammer wurde prämiert! Die Preisverleihung findet statt am 24. Mai 2017 um 15 Uhr in der Weserburg.

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