Edition S Press. Gedichte, die man hören muss
Ausstellung im Zentrum für Künstlerpublikationen
Die Edition S Press war von 1970 bis 2005 ein Verlag für experimentelle Literatur, Konkrete Poesie, Beat Poetry und Poetry Performance. Mit Tonbändern, Audio- und Videokassetten sowie Medienpaketen entwickelte er neue Formen der Veröffentlichung akustischer Kunst. Über 80 Editionen versammeln Werke von Künstler*innen aus Europa, den USA und der Sowjetunion.
Viele entstanden während des Kalten Krieges und zeigen, wie Poesie und Klangkunst zu Ausdrucksformen von Widerstand und künstlerischer Freiheit wurden. Gerade heute, angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer Tendenzen, wirken diese Arbeiten erstaunlich aktuell. Die Ausstellung erzählt die Geschichte der Edition S Press und zeigt, wie ein westdeutscher Kleinverlag internationale Kunstgeschichte mitgeschrieben hat. Zu sehen und zu hören sind zahlreiche Audio- und Videoarbeiten sowie Programme, Plakate, Fotografien, Flyer und Pressematerialien.
Ausstellung auf Ebene 3,5
Eröffnung: 11. September 2026, 19 Uhr
Kuratiert von Sabine Hänsgen, ehemalige Mitherausgeberin der Edition S Press.
Künstler*innen
Charles Amirkhanian, Konrad Bayer, Clyde Bellecourt, Bazon Brock, Michael Brownstein, William S. Burroughs, John Cage, Igor Cholin, Henri Chopin, Philip Corner, Robert Creeley, Christoph Derschau, Edward Dorn, François Dufrêne, Larry Eigner, Fliegenpilz / Muchomor, Terry Fox, Lawrence Ferlinghetti, Hartmut Geerken, Allen Ginsberg, John Giorno, Eugen Gomringer, Brion Gysin, Ludwig Harig, Raoul Hausmann, Bernard Heidsieck, Helmut Heißenbüttel, Ernst Jandl, Matthyas Jenny, Ted Joans, Kollektive Aktionen, Arrigo Lora-Totino, Jackson MacLow, Friederike Mayröcker, Michael McClure, Alfred Miersch, Andrej Monastyrskij, Maurizio Nannucci, Otto Nebel, Wsewolod Nekrassow, Meret Oppenheim, Peter Orlovsky, Oskar Pastior, Dmitrij A. Prigow, Jerome Rothenberg, Lew Rubinstein, Gerhard Rühm, Genrich Sapgir, Herbert Schuldt, Gary Snyder, Patti Smith, Steven Taylor, Anne Waldman.