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Musik machen mit Papier

Fortbildung
für Fachkräfte der Elementarstufe, Primarstufe und Sekundarstufe 1 mit Thomas Schacht, Percussionist

In diesem Workshop wird gezeigt, was für Klänge man mit Papier erzeugen kann. Unterschied­liche Materialien, Stärken und Formen werden auf ihre Klangeigenschaft hin untersucht und natür­lich kommt das auch zum Einsatz an dem Tag.
 Fortbildung für Fachkräfte aus der Elementarstufe, Lehrer*innen der Primar­ und Sekun­darstufe.

Verbindliche Anmeldung bis zum 17. Januar über sekretariat@weserburg.de oder telefonisch Montag bis Freitag 09:00 – 14:00 Uhr, Tel. 0177 6435489

24.01.2020
15:00 Uhr
Fortbildung
Kosten: 25,- Euro p.P
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Trust Women

Andrea Bowers im Kontext feministischer Kunst

Vortrag von Dr. Astrid Mania

Die Kunstgeschichte ist keine starre Ahnentafel. Sie ist auch mehr als ein Netzwerk aus Künstler*innen, wozu manche sie in unseren neoliberalen Zeiten gern erklären. Festgeschrieben ist sie keinesfalls. Sie wird vielmehr beständig erweitert, auch um außerkünstlerische und vergangene Positionen.

Frauen fordern ihren Platz in dieser Erzählung mit Nachdruck erst seit den 1970er Jahren ein. Natürlich gab es in immer auch Künstlerinnen, häufig, wenn überhaupt erwähnt, als „Ausnahmefrauen“ tituliert. Auf welche Mütter und Großmütter, auf welche Strukturen hätte sich die Generation um 1970 beziehen können? Sie musste selbst tätig werden. Also gründeten die Künstlerinnen Judy Chicago und Miriam Shapiro das Feminist Art Program, das sie dem California Institute of Arts in Los Angeles (CalArts) angliederten. Dort hat später auch Andrea Bowers studiert. Judy Chicago, aber auch Mary Kelly, nennt Bowers als wichtige Vorbilder. Das gilt nicht nur für eine künstlerische Praxis, die feministische Themen starkmacht, sondern auch für den Gedanken der Gemeinschaft.

Der Vortrag von Astrid Mania wird die Künstlerinnen, Werke und Strukturen vorstellen, in denen Andrea Bowers ihr künstlerisches Tun ansiedelt, und auf die Bedeutung einer Kunstgeschichte verweisen, in der Frauen nicht (mehr) als Singularitäten erscheinen.

Astrid Mania ist freie Kunstkritikerin und Professorin für Kunstkritik und Kunstgeschichte der Moderne an der HFBK Hochschule für bildende Künste Hamburg. 2019 gab sie mit Thomas Fischer die Essaysammlung A Mental Masquerade bei spector books heraus, die der Künstler und Kritiker Brian O’Doherty unter dem Pseudonym Mary Josephson zwischen 1971 und 1973 veröffentlicht hat.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Andrea Bowers

Credit: Andrea Bowers, Trust Women, 2018, © the artist. Courtesy of Capitain Petzel. Daskal Collection, Photo: Tobias Hübel

22.01.2020
19:00 Uhr
Eintritt: 5,- Euro
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In their own words: Dirk Meinzer

Der Künstler (*1972 in Karlsruhe) stellt im Gespräch mit Annett Reckert (Städtische Galerie Delmenhorst) und Dr. Anne Thurmann-Jajes (Zentrum für Künstlerpublikationen) eigene und andere Werke aus dem Zentrum für Künstlerpublikationen vor.

19.01.2020
16:00 Uhr
3,- Euro zzgl. Eintritt
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Dosensound und Kronkorkenrassel

Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung im kek Kindermuseum

In dieser offenen Werkstatt bauen wir Instrumente aus Alltagsgegenständen wie Kronkorken oder Pappschachteln.

19.01.2020
14:30 Uhr
Offene Werkstatt für Familien mit Kindern ab 6 Jahren mit Jana Matschke

Eintritt: 5,- Euro inkl. Mitmachausstellung
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Talking Heads. Künstlergespräch mit Peter Piller

„In Löcher blicken“, „regionales Leuchten“, „schlafende Häuser“ – seit Mitte der 1990er Jahre sammelt der Künstler Peter Piller Bilder aus Zeitungen, Bibliotheken, verschiedensten Archiven und dem Internet, die er ordnet, neu benennt und in Gruppen zusammenführt. Sein nüchtern, analytischer Blick bringt dabei vielerlei Absurditäten des modernen Lebens hervor, wie z.B. die Ödnis von „Bauerwartungsflächen“ oder die befremdliche Erotik in der Serie „Eis essende Mädchen“. Peter Piller ist damit nicht zuletzt ein Chronist unserer Zeit. Im scheinbar Vertrauten macht er mitunter Untiefen einer Gesellschaft aus, die sich in medialen Bildern ihrer selbst vergewissert. Neben dem Archiv Peter Piller werden im Gespräch mit Kurator Ingo Clauß weitere Werkgruppen vorgestellt und diskutiert.

Peter Piller (*1968 in Fritzlar) lebt und arbeitet in Hamburg. Seine Arbeiten werden international ausgestellt und befinden sich zudem in mehreren bedeutenden Museumssammlungen. Von 2006 bis 2018 war er Professor für Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Seit Oktober 2018 leitet er die Klasse für Freie Kunst an der Kunstakademie Düsseldorf.

Credit: Peter Piller, aus ‚In Löcher blicken‘, 1994-2004, Courtesy Capitain Petzel, Berlin @ VG Bild-Kunst, Bonn 2019

15.01.2020
19:00 Uhr
Eintritt: 5,- Euro
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Yours in Sisterhood (USA 2018 R: Irene Lusztig, 101 Min.)

Das „Ms. Magazine“ war in den 1970ern das US-amerikanische Mainstream-Magazin des Feminismus´. Die Regisseurin Irene Lusztig holt 40 Jahre später das Magazin aus der Vergessenheit. Auf ihrer zweijährigen Reise durch die USA bittet sie Frauen aller Altersklassen, laut aus unveröffentlichten Leserbriefen von damals vorzulesen und sie zu kommentieren. In den Briefen geht um Schwangerschaftsabbrüche, um lesbische Liebesaffären von verheirateten Frauen, um die Ignoranz des Magazins gegenüber Lebenswirklichkeiten schwarzer Frauen…
Aus den spontanen Begegnungen zwischen der Filmemacherin und völlig fremden Frauen entspinnt sich eine Reflexion über den Feminismus in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Irene Lusztig gelingt es in ihrer dokumentarischen Inszenierung, einen Fundus der Frauenbewegung von damals in eine vielschichtige Beziehung mit der Gegenwart zu bringen. Der Film ist in seiner Grundstrategie der  Arbeit Army of Three verwandt, die ästhetische Inszenierung der Lesenden ist jedoch grundverschieden: während bei Andrea Bowers farblich abgestimmte Tableaus mit Vorhang und Blumenstrauß kunstgeschichtliche Kontexte suggerieren, highlighted Lusztig die dokumentarische Wahrhaftigkeit, indem sie die geographischen Orte der Briefeschreiberinnen aufsucht. Die dringliche Not der Schreibenden spricht aus beiden Arrangements.

Eine Veranstaltung im Rahmen von Andrea Bowers. Light and Gravity

 

zum Weiterlesen:

http://thefilmexperience.net/blog/2018/4/19/doc-corner-yours-in-sisterhood-is-an-essential-film-for-2018.html

https://zeitgeschichte-online.de/film/zum-weltfrauentag-8-maerz-2018

https://www.hammertonail.com/film-festivals/yours-in-sisterhood-review/

offizieller Trailer zum Film:

https://www.youtube.com/watch?v=mtkfSB9errE

Credit: Filmstill aus „Yours in Sisterhood“ (USA 2018 R: Irene Lusztig, 101 Min.)

14.01.2020
18:00 Uhr
9,- Euro/ermäßigt 5,50 Euro
Ort: Kommunalkino CITY 46
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Yours in Sisterhood (USA 2018 R: Irene Lusztig, 101 Min.)

Das „Ms. Magazine“ war in den 1970ern das US-amerikanische Mainstream-Magazin des Feminismus´. Die Regisseurin Irene Lusztig holt 40 Jahre später das Magazin aus der Vergessenheit. Auf ihrer zweijährigen Reise durch die USA bittet sie Frauen aller Altersklassen, laut aus unveröffentlichten Leserbriefen von damals vorzulesen und sie zu kommentieren. In den Briefen geht um Schwangerschaftsabbrüche, um lesbische Liebesaffären von verheirateten Frauen, um die Ignoranz des Magazins gegenüber Lebenswirklichkeiten schwarzer Frauen…
Aus den spontanen Begegnungen zwischen der Filmemacherin und völlig fremden Frauen entspinnt sich eine Reflexion über den Feminismus in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Irene Lusztig gelingt es in ihrer dokumentarischen Inszenierung, einen Fundus der Frauenbewegung von damals in eine vielschichtige Beziehung mit der Gegenwart zu bringen. Der Film ist in seiner Grundstrategie der  Arbeit Army of Three verwandt, die ästhetische Inszenierung der Lesenden ist jedoch grundverschieden: während bei Andrea Bowers farblich abgestimmte Tableaus mit Vorhang und Blumenstrauß kunstgeschichtliche Kontexte suggerieren, highlighted Lusztig die dokumentarische Wahrhaftigkeit, indem sie die geographischen Orte der Briefeschreiberinnen aufsucht. Die dringliche Not der Schreibenden spricht aus beiden Arrangements.

Eine Veranstaltung im Rahmen von Andrea Bowers. Light and Gravity

zum Weiterlesen:

http://thefilmexperience.net/blog/2018/4/19/doc-corner-yours-in-sisterhood-is-an-essential-film-for-2018.html

https://zeitgeschichte-online.de/film/zum-weltfrauentag-8-maerz-2018

https://www.hammertonail.com/film-festivals/yours-in-sisterhood-review/

offizieller Trailer zum Film:

https://www.youtube.com/watch?v=mtkfSB9errE

Credit: Filmstill aus „Yours in Sisterhood“ (USA 2018 R: Irene Lusztig, 101 Min.)

13.01.2020
20:30 Uhr
9,- Euro/ermäßigt 5,50 Euro
Ort: Kommunalkino CITY 46