Veranstaltungsvorschau
Foto einer Person von der Seite aufgenommen, sie schneidet mit einer Schere buntes Papier.
Foto: Ana Rodriguez Heinlein

Community Art Night: Collage & Glitter

Im Rahmen der Ausstellung "Anys Reimann. Mirrorball". In Kooperation mit dem Afrikanetzwerk Bremen.

In dieser Ausgabe der Community Art Night lassen wir uns von der Ausstellung Anys Reimann: Mirrorball inspirieren. Gemeinsam mit der Künstlerin Claudia A. Cruz laden wir zum Gestalten und Experimentieren mit Collagen und Mirrorballs ein. Musikalisch begleitet wird der Nachmittag von einem DJ-Set der Bremer Künstlerin DJ .Umi.

Programm:

16–20 Uhr: Mitmachstation mit Claudia A. Cruz und DJ-Set mit DJ .Umi.

Mit Collagen und Mirrorballs wird der Projektraum zur offenen Werkstatt. Besucher*innen können verschiedene Techniken ausprobieren und eigene Discokugeln oder Collagen gestalten. Die entstandenen Arbeiten können anschließend mit nach Hause genommen werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Begleitet von DJ-Sets von DJ .Umi:.

16:15–16:45 Uhr: Lesung mit Fikri Anıl Altıntaş über James Baldwin, aus 30 Real Boys – mutig, gefühlvoll und ganz sie selbst

Fikri Anıl Altıntaş liest in der Bibliothek aus seinem frisch erschienen Kindersachbuch 30 Real Boys – mutig, gefühlvoll und ganz sie selbst (Hanser, 2026) für große und kleine Besucher*innen. In diesem Buch wird Jungs Mut gemacht, Gefühle zu zeigen und sich für andere starkzumachen! Real Boys erzählt von dreißig empathischen Männern, die sich für andere engagieren, selbstverständlich Care-Arbeit übernehmen, Frauen und queere Menschen unterstützen oder sich für die Rechte von diskriminierten Gruppen einsetzen.

17–17:30 Uhr: Deutsch-französische Führung durch die Ausstellung Anys Reimann. Mirrorball

Kurator Ingo Clauß und Virginie Kamche vom Afrika Netzwerk Bremen e. V. führen gemeinsam durch die Ausstellung Anys Reimann. Mirrorball. Der Rundgang eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf die Arbeiten und Themen der Ausstellung.

Zur Community Art Night:
Einmal im Monat wird der Projektraum der Weserburg zur offenen Werkstatt für gemeinsames Gestalten, Austauschen und Ausprobieren. Donnerstags von 16 bis 20 Uhr entsteht ein Raum für Begegnung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Zwischen 16 und 18 Uhr können außerdem die aktuellen Ausstellungen besucht werden. In kurzen Rundgängen und Gesprächen mit Menschen aus der Stadtgesellschaft und dem Museum eröffnen sich unterschiedliche Perspektiven auf ausgewählte Arbeiten und die Themen der Ausstellungen.

Foto: Ana Rodriguez Heinlein

Donnerstag, 24.09.2026
16:00 Uhr
5 Euro, kostenfrei für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren
Ort: Projektraum, Bibliothek und Ausstellung
Veranstaltungsvorschau

globale° revisited. Schreiben im Exil

Im Rahmen des heimaten Festivals für die plurale Demokratie

Gespräch mit Tania Arcimovich, Fariba Vafi, Karima Shabrang und Svenja Leiber.
Moderation: Maha El Hissy
Übersetzung (Persisch – Deutsch): Jutta Himmelreich

Nach der erfolgreichen ersten Veranstaltung im Rahmen des heimaten Festivals im letzten Jahr, bringt globale° in Zusammenarbeit mit Weiter Schreiben Autor*innenperspektiven zusammen, die gerade in diesen Zeiten immer weniger Raum im Diskurs bekommen und drohen, im Gewirr aus Krisen und Kürzungen unterzugehen. Im Zentrum der Veranstaltung stehen das Schreiben im Exil und zwischen Sprachen, Produktion von Literatur in Deutschland heute und die Stellung von marginalisierten Stimmen darin.

In der Veranstaltung des heimaten Festivals 2026 kommen Autorinnen aus Belarus, Afghanistan und Iran zusammen, um über ihre Erfahrungen in der gegenwärtigen Zeit zu sprechen.

Eine Kooperation von Haus der Kulturen der Welt, globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur e.V., Weiter Schreiben, der Belarusischen Gemeinschaft „Razam“ e. V. und Weserburg Museum für moderne Kunst.

Samstag, 26.09.2026
19:00 Uhr
Eintritt frei
Ort: Bibliothek
Veranstaltungsvorschau

Fünf Museen: Zusammen vielfältig & kreativ

Mitmachangebot im Rahmen des Bürgerfest und Programms zum Tag der Deutschen Einheit

Fünf Museen laden vom 2.10. bis 4.10.2026 mit familienfreundlichen und kreativen Mitmachangeboten dazu ein, ihre aktuellen Ausstellungen, Vielfalt, Geschichte, Glitzer und Kunst zu entdecken.

Es entstehen Objekte mit Bezug zur ehemaligen DDR, Winkekatzen, Kokosanhänger zum Weltentdecken, Selbstporträts und Naturdrucke, PLAYMOBIL- Buttons und Jugendstil-Karten sowie DIY-Mirrorballs, Collagen und Webarbeiten.

Ein gemeinsames Angebot der Weserburg zusammen mit dem Focke-Museum, dem Paula Modersohn-Becker Museum, dem Syker Vorwerk – Zentrum für zeitgenössische Kunst und dem Übersee-Museum.

Programm der Weserburg:

Im Rahmen des letzten Ausstellungswochenende von Anys Reimann. Mirrorball lädt die Weserburg vor Ort dazu ein, mit selbst angefertigten Collagearbeiten und DIY-Discokugeln vielfältige Zugehörigkeiten und Identitäten zu feiern. Inspiriert von der Sammlungsausstellung So wie wir sind gibt es darüber hinaus die Möglichkeit, Portraits auf unterschiedliche Materialien zu zeichnen.

Mitmachzeiten:
Freitag, 2. Oktober 2026, 16–20 Uhr Samstag, 3. Oktober 2026, 10–15 Uhr, Sonntag, 4. Oktober 2026, 15–20 Uhr

Am 2. Bis 4. Oktober ist die Weserburg zudem von 10 bis 18 Uhr mit dem Zentrum für Künstlerpublikationen im Forum am Wall (Zentralbibliothek) vertreten. Dort sind alle Interessierte eingeladen, mehr zu dieser Abteilung des Museums sowie zu über 40 Bremer Archive zu erfahren.

Freitag, 02.10.2026 bis Sonntag, 04.10.2026

Kostenfrei
Ort: Hinter der Kunsthalle: BREMENwelt Kunst und Kultur.
Veranstaltungsvorschau
Foto: Ana Rodriguez Heinlein

Community Art Night: Erzählcafé – Geschichten verweben, Fäden verbinden

Im Rahmen des Programms zum Tag der Deutschen Einheit 2026 in Bremen.

Beim Erzählcafé Weaving histories, stitching & art-cycling mit Claudia A. Cruz werden beim gemeinsamen Arbeiten mit textilen Techniken Geschichten über Einheit, plurale Erinnerungen und Herausforderungen für die Demokratie geteilt. Mit Nicole Giese-Kroner, Lena Prötzel und dem Team des Demokratiezentrums Land Bremen. Dazu findet um 17 Uhr ein Kunstgespräch mit dem Künstler Min Duc Pham in der Ausstellung So wie wir sind statt. Schwerpunkte sind hierbei die Themen Nachwendegeneration, pluralistisches Erinnern und Zukünfte sowie Deutschlandbilder nach den Landtagswahlen.

Zur Community Art Night:
Einmal im Monat wird der Projektraum der Weserburg zur offenen Werkstatt für gemeinsames Gestalten, Austauschen und Ausprobieren. Donnerstags von 16 bis 20 Uhr entsteht ein Raum für Begegnung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Zwischen 16 und 18 Uhr können außerdem die aktuellen Ausstellungen besucht werden. In kurzen Rundgängen und Gesprächen mit Menschen aus der Stadtgesellschaft und dem Museum eröffnen sich unterschiedliche Perspektiven auf ausgewählte Arbeiten und die Themen der Ausstellungen.

In Kooperation mit dem Syker Vorwerk – Zentrum für zeitgenössische Kunst und dem Demokratiezentrum Land Bremen.

Abbildung: Claudia A. Cruz, Foto: Ana Rodriguez Heinlein

Donnerstag, 08.10.2026
16:00 Uhr
Kostenfrei
Ort: Projektraum und Ausstellung
Veranstaltungsvorschau
Poul Gernes, Target painting, 1967, Sorø Kunstmuseum, Foto: Anders Sune Berg
Poul Gernes, Target painting, 1967, Sorø Kunstmuseum, Foto: Anders Sune Berg

Ferienprogramm "Sustainable Futures": MUT Offenes Atelier und Werkstatt

In Kooperation mit Yekmal e.V. und der KlimaWerkStadt Bremen

Wie kann Kunst dabei helfen Mut zu machen? Im Projekt „Sustainable Futures“ setzen sich Kinder und Jugendliche zusammen mit Künstler*innen und Kulturvermittler*innen in den Herbstferien mit der Frage auseinander, was macht Mut? Wie kann Kunst Menschen ansprechen und ihr Umfeld positiv verändern?

Gemeinsam entstehen nachhaltige Ideen und Produkte, die Kunst für ein vielfältiges Publikum erlebbar machen und neue Perspektiven auf die Ausstellungen eröffnen. Im Mittelpunkt stehend Malerei an Wänden, im Innen- und Außenraum des Museums. Dabei entsteht sogar ein gemeinsames Kunstwerk für die kommende Ausstellung Better Together! Aase & Poul Gernes“.

Die Teilnahme ist auf vier bis sieben Tage angelegt: Gemeinsam werden Kunstwerke in der Weserburg Museum für moderne Kunst entdeckt, Musik gemacht und die fußnahe KlimaWerkStadt besucht. Das Projekt verbindet Kunst, Nachhaltigkeit und inklusive Vermittlungsformen. Zur Eröffnung des Wandkunstwerks sind am 14. November 2026 um 15 Uhr auch alle Eltern, Carepersonen und Freund*innen kostenfrei herzlich eingeladen.

Workshopleitung: Sirma Kekeç mit Yekbûn Sincar, Anita Okoro und Elfin Açar.

Das Projekt Sustainable Futures ist eine Kooperation der Weserburg zusammen mit Yekmal e.V. und der KlimaWerkStadt. Gefördert durch das Programm „Museum macht stark“ des Deutschen Museumsbundes im Rahmen der Initiative „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

Anmeldung bis zum 8.10. an Lena Prötzel: proetzel@weserburg.de

Abbildung: Poul Gernes, Target painting, 1967, Sorø Kunstmuseum, Foto: Anders Sune Berg

Montag, 12.10. bis Donnerstag, 15.10.2026 &
Montag, 19.10. bis Mittwoch, 21.10.2026, jeweils von 9–16 Uhr
Kostenfrei, inkl. Verpflegung
Altersgruppe: 8 bis 17 Jahre
Veranstaltungsvorschau

queer.lit!: Vratislav Maňák – Mit Wittgenstein in der Schwulensauna

Lesung und Gespräch im Rahmen des Festivals queer.lit!

Vratislav Maňák kommt auf Einladung vom Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit im Rahmen von queer.lit! in die Weserburg. Der Autor wird aus dem neuesten Buch lesen und gemeinsam mit Daniel Schmidt, dem 2. Vorsitzenden des Bremer Bündnis, ins Gespräch kommen.

Zum Buch:

Nicht nur Ludwig Wittgenstein, auch Didier Eribon, Claudio Magris und viele andere stehen Vratislav Maňák zur Seite, wenn er männliche Homosexualität im gegenwärtigen Mitteleuropa untersucht und zu deren sexuellen Wurzeln zurückkehrt. Er weist auf, dass Themen, die üblicherweise mit dem Leben schwuler Männer verbunden werden, durchaus Erfahrungen der Mehrheitsgesellschaft entsprechen können. Warum erregt uns das Überschreiten eines Verbots? Wie erleben wir unseren Körper? Und wo verlaufen die Grenzen der Männlichkeit?

Antworten sucht Vratislav Maňák in sieben delikaten Texten, die soziologische Reportage mit literarischem Essay verbinden. Hierzu besucht er Orte, die als gay spaces bezeichnet werden können, unter anderem in Berlin, Wien und Budapest.

Vratislav Maňák zeichnet ein vielschichtiges Panorama schwuler Lebenswelten jenseits stereotyper Vorstellungen und lädt mit seinen Essays dazu ein, Identität, Begehren und Kultur neu zu betrachten – mit Offenheit und Neugier.

Zur Person:

Vratislav Maňák, in Westböhmen geborener tschechischer Schriftsteller und Journalist, unterrichtet Journalismus und Kreatives Schreiben an der Karls-Universität in Prag. In deutscher Übersetzung sind bisher zwei seiner Bücher beim Karl Rauch Verlag erschienen: Der Erzählband Der Tod der alten Jungfrau (2023) und ganz frisch der Essayband Mit Wittgenstein in der Schwulensauna.

Eine Kooperation des Literaturhaus Bremen, vom Bremer Bündnis für deutsch-tschechische Zusammenarbeit und von der Weserburg Museum für moderne Kunst.

Abb.: Vratislva Manak, Foto: Jiri Michalec

Dienstag, 13.10.2026
19:00 Uhr
10 Euro / erm. 8 Euro
Ort: Hans Otte. Klanghaus
Veranstaltungsvorschau
Bremen Matthias Höllings erzählt selbsterlebte Geschichten in kleinen Heftchen oder persönlich und vor Ort für € 100.-- WWW.frankpusch.com

Let’s Talk Music: Imagine Sound – Die Beatles und die Neue Musik

Gesprächskonzert mit Claudia Janet Birkholz (Klavier), Gast: Matthias Höllings, Autor und Beatles-Experte

An diesem Abend widmen sich die Pianistin Claudia Janet Birkholz und der Beatles-Experte Matthias Höllings in der Weserburg den Beatles und ihren Verbindungen zur musikalischen Avantgarde. Live erklingen Werke von Bunita Marcus, Luciano Berio, John Cage, Alvin Lucier und Per Nørgård, die auf unterschiedliche Weise Bezüge zu den Beatles herstellen. Wie bei allen Veranstaltungen der Reihe Let’s Talk Music verbinden sich Live-Musik, Gespräch und Hörbeispiele zu einer ebenso unterhaltsamen wie fundierten musikalischen Entdeckungsreise.

Im Gesprächskonzert erzählt Matthias Höllings, wie sich die Beatles zunehmend von klassischen Songstrukturen lösten und das Tonstudio selbst zu einem kreativen Instrument machten. Tonbandschleifen, Klangcollagen, Rückwärtseffekte und elektronische Klangmanipulationen wurden zu Bestandteilen einer neuen musikalischen Sprache, deren Einfluss bis heute nachwirkt.

Hörbeispiele bekannter Beatles-Songs machen nachvollziehbar, wie experimentelle Ideen Eingang in die Popmusik fanden – und wie die Beatles ihrerseits Komponist*innen inspirierten. Claudia Janet Birkholz macht diesen Dialog zwischen Popmusik und Neuer Musik mit ausgewählten Werken am Flügel hörbar.

Tickets im Vorverkauf über www.nordwest-ticket.de und an der Abendkasse.

Zu den Personen:
Matthias Höllings ist ehemaliger Pressesprecher der Bremer Stadthalle / ÖVB-Arena und Autor von Kurzgeschichten, in denen er von seinen Begegnungen und Erlebnissen mit Prominenten erzählt. Mit seiner umfangreichen Beatles-Sammlung und als Mitbegründer des Beatles-Museums in Hamburg zählt er zu den ausgewiesenen Beatles-Experten in Deutschland.

Claudia Janet Birkholz studierte Klavier in Bremen, wo sie an der Hochschule für Künste seitdem als Dozentin für Klavier und Neue Musik arbeitet. Sie spielte auf zahlreichen Festivals und in Ensembles. Seit 2012 ist sie Vorsitzende des Vereins realtime – forum neue musik und künstlerische Leiterin des realtime-festivals in Bremen. Sie initiierte das Format Let’s Talk Music, zu dem sie seit 2015 Gäste aus den Bereichen Musik und Wissenschaft einlädt.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen Realtime – Forum Neue Musik e.V. und der Weserburg Museum für moderne Kunst

Mit freundlicher Unterstützung der Sparkasse Bremen

Abbildung: Matthias Höllings, Foto: Frank Pusch

Donnerstag, 15.10.2026
19:00 Uhr
15 Euro / ermäßigt 10 Euro. Tickets im Vorverkauf über www.nordwest-ticket.de und an der Abendkasse.
Ort: Hans Otte. Klanghaus
Veranstaltungsvorschau
Portrait von Jutta Reichelt
Jutta Reichelt, Foto: Dorothea Salzmann-Schimkus

Queer Schreiben – Gegen die Norm!

Mit Jutta Reichelt im Rahmen des Festivals queer.lit!

Weit mehr als vielen bewusst ist, schränken uns oft „unsichtbare“ normative Vorstellungen ein. Das gilt für das „richtige Leben“ (Heteronormativität), wie auch für das „richtige Schreiben“.

Die vier offenen Termine von Queer Schreiben: Gegen die Norm! (29.3., 7.6., 23.8. und 25.10., jeweils 13–17 Uhr) sind eine Einladung, diese Normen und Konventionen schreibend in Frage zu stellen, zu unterlaufen und dadurch Schreiben als selbstermächtigende und widerständige Ausdrucksmöglichkeit kennenzulernen. Es besteht die Möglichkeit, an einem queeren Alphabet zu schreiben („Queer von A-Z“) oder schreibend anderen (auch eigenen!) Impulsen nachzugehen. Neben und nach dem Schreiben besteht die Gelegenheit zum Austausch und Vorlesen, für Fragen und Support. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich von der Weserburg selbst inspirieren zu lassen – bis hin zu den Werken der Sammlungsausstellung So wie wir sind, von Murat Önens Moving Pile under the Blue Sky (2022) zu Zoe Leonards queerpolitischen Manifest: I want a president (1992).

Die vier offenen Werkstatttermine werden geleitet von der queeren Bremer Autorin Jutta Reichelt (www.juttareichelt.com) und richten sich an alle queeren Personen, unabhängig von Herkunft oder Schreiberfahrung. Alle, die Lust aufs Schreiben und auf Austausch in der Gruppe haben, sind herzlich willkommen! Man kann an einem oder an mehreren Terminen ohne vorherige Anmeldung teilnehmen.

Zur Person:
Jutta Reichelt (*1967) lebt als Schriftstellerin und Geschichtenanstifterin in Bremen. Sie schreibt Romane, Erzählungen, literarische Essays, bloggt Über das Schreiben von Geschichten und leitet Schreibwerkstätten. Ihre Texte wurden mehrfach ausgezeichnet, bereits 2001 erhielt sie den Würth-Preis der Tübinger Poetik-Dozentur, zu dem Herta Müller die Laudatio hielt. 2015 erschien der Roman Wiederholte Verdächtigungen bei Klöpfer & Meyer (Tübingen), 2020 der literarische Portraitband Blaumeier oder der Möglichkeitssinn (Bremen). Für die Arbeit an Mein Leben war nicht, wie es war erhielt sie 2020 das Literatur-Projektstipendium des Bremer Senators für Kultur. Der Roman ist 2024 beim Kröner Verlag erschienen.

 Eine Kooperation des Literaturhaus Bremen, der Weserburg Museum für moderne Kunst, von Queeraspora e.V., der Stadtbibliothek Bremen und des Rat&Tat–Zentrum für queeres Leben.

Abbildung: Porträt Jutta Reichelt, Foto: Dorothea Salzmann-Schimkus

Sonntag, 25.10.2026
13:00 Uhr
Im Eintrittspreis enthalten
Ort: Bibliothek
Veranstaltungsvorschau

So wie wir sind – Plurale Gegenwarten. Wer erzählt den Osten?

Podiumsdiskussion mit Katharina Warda, Marieke Reimann und Nhi Le

Wer erzählt den Osten – und wessen Perspektiven prägen bis heute unser Bild von Ostdeutschland? Die Geschichte der deutschen Einheit wurde lange vor allem als Ost-West-Erzählung verhandelt. Andere Machtverhältnisse wie Rassismus, Antisemitismus oder Sexismus blieben dabei oft ausgeblendet. Die Erfahrungen von Menschen mit Migrationsgeschichte, Schwarzen Ostdeutschen, den Kindern ehemaliger Vertragsarbeiter*innen und anderen marginalisierten Gruppen fanden nur selten Eingang in die öffentliche Erinnerung.

Mit Katharina Warda, Marieke Reimann und Nhi Le, kommen drei prägende Stimmen der ostdeutschen Nachwendegeneration zusammen, die diese Erzählungen erweitern und neu zusammensetzen. Sie sprechen über Ostdeutschland als pluralen Erfahrungsraum – geprägt von Transformation, rechtsextremer und rassistischer Gewalt, aber auch von Solidarität, demokratischem Engagement und Widerständigkeit. Gemeinsam diskutieren wir, welche Leerstellen die Debatten über Ostdeutschland bis heute prägen, wie sich der Blick auf die Nachwendezeit verändert, wenn bislang marginalisierte Perspektiven in den Mittelpunkt rücken, und welche Erzählungen eine plurale, solidarische Gesellschaft heute braucht – nach der Einheit und nach den Wahlen.

Moderation: Klaas Anders

Im Rahmen des globale° Festivals, und Begleitprogramms zu den Ausstellungen So wie wir sind in der Weserburg Museum für moderne Kunst und Die Kids sind nicht alright! im Syker Vorwerk- Zentrum für zeitgenössische Kunst. Eine Kooperation von der globale, Weserburg Museum für moderne Kunst, GRK „Contradiction Studies“, Syker Vorwerk- Zentrum für zeitgenössische Kunst, Arbeitnehmerkammer Bremen, Heinrich-Böll-Stiftung Bremen, und Rosa-Luxemburg-Initiative Bremen und gefördert vom Demokratiezentrum Land Bremen im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Dienstag, 27.10.2026
17:00 Uhr
Eintritt frei
Ort: Hans Otte. Klanghaus