Veranstaltungsvorschau

Talking Heads

Stefan Wissel im Gespräch mit Kurator Ingo Clauß

„Stefan Wissel ist Dandy und Boxer, Bildhauer und Tropenreisender, Ingenieur und Erzähler, Animateur und Poplieferant.“ Die Einschätzung der Kunstkritikerin Magdalena Kröner macht deutlich, dass wir es hier mit einem ungewöhnlichen Künstler zu tun haben. In der Tat besetzt Stefan Wissel mit seiner Kunst einen eigentümlichen Zwischenraum und zwischen allen Stühlen scheint er sich besonders wohl zu fühlen.

Als Ausgangspunkt für seine Skulpturen und Installationen nutzt Wissel bevorzugt alltägliche Gegenstände, die er in bemerkenswerte Konstellationen überführt: ein Auspuff mit verlängertem, kreisrundem Rohr, zwei Kühlboxen mit dem Namen Playmate und Little Playmate in einem vergnügten skulpturalen Zusammenspiel oder eine Leuchte, die sich ihrem Spiegelbild zuwendet und dabei hoffungsvoll in die Welt außerhalb der Museen blickt. Abgeleitet aus alltäglichen Beobachtungen entstehen so Kunstwerke, die minimalistische Strenge mit feinsinnigem Humor verbinden.

Im Gespräch mit Kurator Ingo Clauß wird das komplexe und anspielungsreiche Werk vorgestellt und weitergehend diskutiert. Thema sind auch zwei raumgreifende Skulpturen in der aktuellen Ausstellung So wie wir sind 2.0 (noch bis zum 10. Januar 2021).

Stefan Wissel (geboren 1960 in Hamburg) lebt in Düsseldorf und unterrichtet seit 2014 Kunst mit dem Schwerpunkt Plastik an der Universität Siegen. Er hatte zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland, darunter 2016 eine große Einzelausstellung im Kunstverein für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, zu der ein umfänglicher Ausstellungskatalog erschienen ist.

05.11.2020
18:30 Uhr
10 Euro, Dauer: 60 Min.
Maximale Teilnehmer*innenzahl: 15 Personen.

Um Voranmeldung wird gebeten: info@weserburg.de, 0421-59839-0

Abb. Stefan Wissel, Eternal Cab, 2018, Sammlung Peters-Messer, Foto: Achim Kukulies
Veranstaltungsvorschau
Claudia Cruz

Fotoworkshop: ICH & meine ICHs

Mit der Künstlerin Claudia A. Cruz

Der Workshop richtet sich an Menschen, die sich für künstlerische Prozesse und inszenierte Fotografie interessieren und die Entstehung einer eigenen künstlerischen Arbeit unmittelbar erleben wollen. Eine Veranstaltung im Rahmen der Ausstellung Elina Brotherus. Why not? (25.10.2020 – 21.02.2021) in der Weserburg Museum für moderne Kunst, Bremen

Eckdaten für die Teilnehmer*innen

  • Da dieser Workshop kein Fotoworkshop in einem begrenzten technischen Sinne ist, sind keine fotografischen Vorkenntnisse erforderlich. Es muss auch keine eigene Kamera mitgebracht werden. Wer das möchte, kann das natürlich tun und es kann auch mit dem eigenen Smartphone gearbeitet werden. Kamera und technische Studio- und Lichtausrüstung stehen zur Verfügung, technische Betreuung wird gewährleistet. (Für Übungen gibt es zwei Kameras zum Ausleihen).
  • Allgemeine Ausstattung für die Inszenierung, Materialien für die Produktion, Make-up, Objekte, Deko, Kostüme, Requisiten etc. werden zur Verfügung gestellt.
  • Für die eigene Inszenierung sind nach der Besprechung eigene Objekte, Kostüme, Deko mitzubringen.
  • Ein USB Stick (mind. 4GB) ist mitzubringen, um die Ergebnisse digital zu speichern.
  • Kosten: 220 Euro pro Person
  • 6 – 8 Teilnehmer*innen
  • Ausgewählte Bilder möchte die Weserburg Museum für moderne Kunst auf den Facebook- und Instagram-Accounts des Museums veröffentlichen. Dies geschieht nur mit Einwilligung und ist nicht verpflichtend.
  • Es wird empfohlen, die Ausstellung vor dem Workshop zu besuchen. Weitere Informationen unter de/ausstellung/elina-brotherus/

Ablauf

  • Freitag, 6. November 2020, 18:30 bis 21:00 Uhr

Ort: TAU, Restaurant in der Weserburg

In angenehmer Runde allgemeine und inhaltliche Einführung zu der Arbeitsweise von Elina Brotherus. Erste Ideen können entwickelt werden.

  • Samstag, 7. November 2020, 10 bis 17 Uhr

Ort: Weserburg Museum für moderne Kunst

Gemeinsame praktische Übungen und Vorbereitung der eigenen künstlerischen Arbeit
Mittagspause 13 bis 14 Uhr (Selbstverpflegung)

  • Sonntag, 8. November 2020, 10 bis 17 Uhr

Ort: Weserburg Museum für moderne Kunst

Durchführung der eigenen künstlerischen Arbeit, Auswahl, Besprechung und Fazit
Mittagspause 13 bis 14 Uhr (Selbstverpflegung)

6. bis 8. November 2020

220 Euro pro Person
14,5 Stunden Theorie und Praxis

Der Kurs findet ab 6 Personen statt.
Maximale Teilnehmer*innenzahl: 8 Personen.

Anmeldung bis zum 23. Oktober 2020 unter info@weserburg.de oder 0421598390
Veranstaltungsvorschau
Hans-Christian Dany. Foto: Donnie Londi, 2018

Künstlergespräch: NEUSPRÉCH. Sprache von Kunst befallen.

Hans-Christian Dany im Gespräch mit Simon Starke.

17.11.2020
18:30 Uhr
10 Euro, Dauer: 60 Min.
Maximale Teilnehmer*innenzahl: 15 Personen.

Um Voranmeldung wird gebeten: info@weserburg.de, 0421-59839-0

Foto: Hans-Christian Dany, Foto: Donnie Londi
Veranstaltungsvorschau
Claudia Christoffel. Foto: Lukas Klose

Talking Heads

Claudia Christoffel im Gespräch mit Direktorin Janneke de Vries

Claudia Christoffel (*1971 in Lübeck) untersucht in ihrer künstlerischen Praxis gesellschaftliche Machtverhältnisse. Seien es gegenwärtige Entwicklungen, historische Bezüge oder persönliche Erlebnisse, die Künstlerin konfrontiert uns immer wieder mit ganz virulenten Fragen. Analytische Schärfe und einnehmende Sinnlichkeit, humorvolle Inszenierung und gesellschaftliche Kritik bringt sie dabei mit erstaunlicher Leichtigkeit zusammen. In einem Gespräch mit Kurator Ingo Clauß wird das Werk der in Bremen beheimateten Künstlerin vorgestellt und im Kontext politischer Kunst weitergehend diskutiert.

In der aktuellen Ausstellung So wie wir sind 2.0 ist Christoffel mit gleich zwei Arbeiten vertreten. THIS IS WHAT A FEMINIST LOOKS LIKE (2019) ist ein großformatiger Spiegel, der alle, die hineinschauen, kurzerhand zu Feminist*innen erklärt – ein anschauliches Beispiel dafür, dass Feminist*innen heute jedes Alter und Geschlecht haben können. Dem klischeehaften Bild der „Männer hassenden Emanze“ wird die Vielgestaltigkeit unserer Gesellschaft gegenübergestellt. Die Installation Blow-UP (#MeeToo) (2018) nimmt sich den gleichnamigen Antonioni-Filmklassiker vor, der bis heute wegen seiner Darstellung von Frauen und sexueller Belästigung in der Kritik steht. Hier verkehrt Christoffel mit einer ebenso spielerischen, wie auch wirkungsvollen Geste die Verhältnisse zwischen Mann und Frau.

25.11.2020
18:30 Uhr
10 Euro, Dauer: 60 Min.
Maximale Teilnehmer*innenzahl: 15 Personen.

Um Voranmeldung wird gebeten: info@weserburg.de, 0421-59839-0

Abb. Claudia Christoffel, Foto: Lukas Klose