Edition S Press. Gedichte, die man hören muss
Ausstellungseröffnung
Einführungsgespräch: Sabine Hänsgen, Kuratorin der Ausstellung, mit dem Verleger Wolfgang Mohrhenn. Im Anschluss Aufführung der Komposition Über-Schneidungen (Mattia Bonafini): Sound Samples aus dem Archiv der Edition S Press.
Zur Ausstellung:
Die Edition S Press war ein Verlag für experimentelle Literatur, Konkrete Poesie, Beat Poetry und Poetry Performance, der sich von 1970 bis 2005 der akustischen Kunst widmete. Mit der Herausgabe von Tonbändern, Audio-Kassetten, Video-Kassetten und Medienpaketen schuf er neue Wege bei der Veröffentlichung von Künstlerpublikationen.
Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Entstehung und Geschichte der Edition S Press und vollzieht nach, wie ein westdeutscher Kleinverlag von Hattingen, München und Wuppertal aus international Kunstgeschichte geschrieben hat. Eine große Auswahl an akustischen Werken und poetischen Performances wird durch Audio- und Videoaufnahmen präsentiert. In Verbindung dazu werden Produktions- und Rezeptionskontexte in Form von Programmen, Plakaten, Fotografien, Flyern und Presseausschnitten zu sehen sein.
Schwerpunkte der über 80 S Press Editionen bilden Werkkomplexe von Künstler*innen aus Europa, den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion. In der Ausstellung sind Werken von über 50 Künstler*innen zu hören, unter anderem von John Cage, Allen Ginsberg, Eugen Gomringer, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Meret Oppenheim, Dmitrij A. Prigow, Lew Rubinstein, oder Gerhard Rühm.
Ausstellungslaufzeit: 12. September 2026 – 29. August 2027
Abb.: S PRESS Tape No. 70, Michael Brownstein – Monkey Blues, 1979, S PRESS TONBANDVERLAG, Foto: Weserburg Museum für moderne Kunst
Freitag, 11.09.202619:00 Uhr
Eintritt frei
Ort: Ebene 3,5 und Projektraum