Zentrum für Künstlerpublikationen
Forschung

ARTIC Magazin 1 bis 15, Foto: Andreas Drewer

Ziel der allgemeinen Forschung und der speziellen Forschungsaktivitäten oder -projekte ist es, Grundlagenforschung zum kulturellen, historischen und medialen Kontext von Künstlerpublikationen bzw. der Sammlungsbestände zu fördern und auf eine wissenschaftliche Erschließung der Archive hinzuarbeiten.

Die Aufgaben dieser Abteilung liegen insbesondere in Forschungsaktivitäten zum Bestand des Zentrums für Künstlerpublikationen in der Entwicklung von Forschungsprojekten und der Beantragung von Drittmittelprojekten, dem Angebot von Lehrveranstaltungen für die kooperierenden Hochschulen, der Mitbetreuung von Bachelor oder Master Abschlussarbeiten bzw. Promotionen zum Thema, der Ausrichtung internationaler Tagungen, der Organisation von Vorträgen und der Herausgabe von Publikationen sowie dem Veröffentlichen von Artikeln in wissenschaftlichen Zeitschriften. Diese Aktivitäten sind eingebunden in Kooperationen mit dem Forschungsverbund Künstlerpublikationen, der Universität Bremen und anderen universitären oder institutionellen Kooperationspartnern.

Die Stärkung der universitären Lehre und die Einbindung von Studierenden in die „Forschungspraxis“, bietet darüber hinaus die Schaffung von praxis- und berufsfeldorientierten Ausbildungsmöglichkeiten für die Studierenden. Auch Dozent*innen der kooperierenden Universitäten halten Lehrveranstaltungen in den Räumen des Zentrums ab und arbeiten mit den Studierenden direkt am künstlerischen Material. Damit ist der Archivbestand eingebunden in die universitäre Lehre.

Forschungsprojekte werden dabei häufig mit Ausstellungen verbunden, um die Ergebnisse allgemein verständlich darstellen und einer breiteren Bevölkerung vermitteln zu können sowie um der Vermittlung der Ergebnisse ein Forum zu bieten. Der Sammlungsbestand bildet so einen wesentlichen Teilbereich wissenschaftlicher Infrastruktur.

Forschungsverbund Künstlerpublikationen

Der Forschungsverbund Künstlerpublikationen ist von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Universität Bremen, der Jacobs University Bremen, der Hochschule für Künste, der Forschungsstelle Osteuropa und dem Studienzentrum für Künstlerpublikationen / Weserburg gegründet worden.

Ziel des Forschungsverbundes ist es, Grundlagenforschung auf dem Gebiet der Künstlerpublikationen einzuleiten und dieses als neues wissenschaftliches Arbeitsfeld zu etablieren. ‚Künstlerpublikation’ wird hier als Oberbegriff für alle Formen publizierter Kunstwerke verwendet: vom Künstlerbuch über die Schallplatte, den Videofilm bis zur Netzkunst. Die herausragende Bedeutung von Künstlerpublikationen besteht in der Manifestation eines neuen künstlerischen Denkens seit der Aufbruchstimmung der 1960er Jahre und der Idee der Demokratisierung von Kunst, einer offensiven Darstellung von Öffentlichkeit und weltweiten Verbreitung, indem die Möglichkeiten der Massenmedien genutzt werden.

Ein besonderes Augenmerk des Forschungsverbunds Künstlerpublikationen gilt der Nachwuchsförderung durch das Anregen von Magisterarbeiten, Masterarbeiten und Dissertationen.

Der Forschungsverbund veranstaltet Vorträge sowie die Vortragsreihe Theoretische Tropen. Er organisiert Symposien und Tagungen zu speziellen kunst- und medientheoretischen Themenfeldern und gibt die Schriftenreihe für Künstlerpublikationen heraus sowie das Online-Magazin setup4.

Weitere Inforamtionen zum Forschungverbund finden sich auf www.kuenstlerpublikationen.de

 

Forschungsprojekte

Contemporary Art History for Tomorrow

Schaffung von Grundlagen für die Kunstgeschichtsschreibung von Morgen Projektlaufzeit: 2012–2014 Förderung: Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien

Radiokunst

Zur Entwicklung eines Mediums zwischen Ästhetik und sozio-kultureller Wirkungsgeschichte Projektlaufzeit: 2011–2014 Förderung: VolkswagenStiftung in der Förderlinie „Forschung in Museen“

Poetry goes Art & vice versa

Zur Entstehung und entwicklung der Konkreten und visuellen Poesie als künstlerische Strömung seit den 1950er Jahren in der Schweiz, Brasilien, Schweden, Österreich und Deutschland Projektlaufzeit: 2010–2012 Förderung: Kulturstiftung des Bundes

Living Memory

Artists’ Publications in Europe – A Network for Indexing, Presentation and Communication Projektlaufzeit: 2008–2010 Förderung: Europäische Kommission, Kultur 2007–2013

Art on Air – Radiokunst im Wandel

Projektlaufzeit: 2008 Förderung: Stiftung Kunstfonds

Ausstellungsprojekt zur Sound Art

Projektlaufzeit: 2004–2005 Förderung: Kulturstiftung des Bundes

Tagungen und Symposien

Radio as Art – Concepts, Spaces, Practices. Radio Art between Media Reality and Art Reception.

Internationale Tagung vom 05. bis 07.06.2014

Poesie – Konkret | Poetry – Concrete

Zur internationalen Verbreitung und Diversifizierung der Konkreten Poesie
On Concrete Poetry’s Worldwide Distribution and Diversifiation
Internationale Tagung vom 17. bis 18.06.2011

Indexing and Investigation of Artists’ Publications

Workshop vom 13. bis 15.11.2009

Radio as Art

Kontexte der Radiokunst
Symposium vom 04. bis 05.07.2008

Art ‘In-Formation’ – Communication Aesthetics and Network Structures in Art from the 1960s to the Present

Internationale Tagung vom 30.11. bis 1.12.2007

Sound Art – Zwischen Avantgarde und Popkultur

Internationale Tagung vom 30.9. bis 2.10.2005

Buch | Medium | Fotografie

Internationale Tagung vom 21. bis 22.02.2003

Printed in Spain. Kunst und neue Musik im Spanien der 60er – 80er Jahre

Symposium vom 15. bis 17.06.2001

Künstlerpublikationen – ein Genre und seine Erschließung in Bibliotheken, Museen, und Sammlungen: Perspektiven zur Vernetzung von Archiven

Internationale Tagung vom 20. bis 22.04.2001

Universität und Lehre

Im Zentrum für Künstlerpublikationen finden regelmäßig Seminare im Rahmen des Bachelor Studiengangs Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik sowie im Master Studiengang Kunst- und Kulturvermittlung statt. Die Leiterin des Studienzentrums ist in diesem Zusammenhang seit 1999 Lehrbeauftragte am Institut für Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik / Fachbereich 9 der Universität Bremen.

Innerhalb der Seminare wird direkt mit den publizierten Kunstwerken gearbeitet. So lernen die Studierenden nicht nur den Umgang mit Kunstwerken, sondern müssen sich nicht selten auch an der kunstwissenschaftlichen Forschung versuchen. Die Verbindung von Theorie und Praxis bildet einen Schwerpunkt der Lehrveranstaltungen. So können Studierende aufbauend auf den Möglichkeiten im Studienzentrum manchmal selbst kleine Ausstellungen im Rahmen eines Seminars erarbeiten. Dabei werden dann auch Ausstellungsmanagement, Projektmanagement, grundlegende Marketing- und PR-Ansätze, sowie Aspekte der Besucherbetreuung oder Sammlungsverwaltung gelehrt.

Darüber hinaus steht der Studienraum des Zentrums auch anderen Dozenten auf Anfrage zur Verfügung, um Seminare, Exkursionen oder Workshops über das weite Feld der publizierten, vervielfältigten und veröffentlichten Kunst mit Studierenden zu veranstalten. Mitarbeiterinnen des Studienzentrums sind gerne bereit hierfür beratend und unterstützend mitzuwirken und gegebenenfalls auch einen Workshop abzuhalten.

Studierenden können im Zentrum studienrelevante Praktika von acht Wochen bis hin zu sechs Monaten absolvieren. Sie werden dabei in alle Arbeitsbereiche eingebunden. Häufig entstehen daraus Bachelor oder Masterarbeiten sowie Promotionen.

So finden regelmäßig Seminare, veranstaltet von Dr. Anne Thurmann-Jajes, im Studienraum des Zentrums für Künstlerpublikationen für das Institut Kunstwissenschaft und Kunstpädagogik / FB9 der Universität Bremen statt.