Veranstaltungsvorschau

Illustration: Unsichtbares sichtbar machen

Künstlerisch-praktischer Wochenendkurs für Erwachsene mit Anke Bär

Bei der Illustration geht es oft darum, eigentlich Unsichtbares sichtbar zu machen. Je abstrakter der zu illustrierende Gegenstand, desto größer ist die Herausforderung eine Bildsprache dafür zu finden. Wie kann man Gefühle sichtbar machen? Oder wie komplexe intellektuelle Inhalte in pointierte visuelle Positionen verwandeln? Wem sind die Illustrationen zugedacht und wo verlieren wir Betrachter*innen, wenn wir in möglicherweise zu persönliche Gedankenwelten abheben?

In der Praxis einer solchen Sichtbarmachung von Unsichtbarem begegnen einem sehr unterschiedliche Illustrationsansätze. Von sachlich-analytischen Grafiken bis hin zu wolkigen Collagen, von scharfen Linien bis hin zu weichen Farbflächen, von realistischen Szenerien bis hin zu Traumlandschaften, alles ist möglich. Und natürlich gibt es keine Patentrezepte, nicht den einen richtigen Weg.

Ausführlichere Kursinformationen und Anmeldewünsche: info@ankebaer.de

Samstag, 02.03.2024, 11-18 Uhr + Sonntag, 03.03.2024, 11-17 Uhr

Kursgebühr 140 Euro zzgl. 2 x 5 Euro (ermäßigter Eintritt ins Museum)
Materialkostenpauschale: 10 Euro
Ort: Kunstvermittlung
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Claudia Christoffel, Foto: Lukas Klose

Beware of Women Artists!

Claudia Christoffel und Sibylle Springer im Gespräch

Im Rahmen des Internationalen Frauentags

Idealisierte Schönheitsideale, stereotype Rollenbilder, patriarchale Machtverhältnisse – die Kunst ist kein neutraler Ort, sondern mitunter ein Feld, auf dem gesellschaftliche Verhältnisse und Missstände auf besondere Weise in den Blick geraten. Die Künstlerinnen Claudia Christoffel (*1971) und Sibylle Springer (*1975) sind hier inhaltlich verbunden, suchen aber unterschiedliche Formen, ihre Anliegen zu adressieren:

Claudia Christoffel verbindet scharfsichte Provokation mit entwaffnendem Humor: „Ich schlaf mich lieber runter“, heißt es auf ihrer T-Shirt Edition. Klischees und Kunstgeschichte finden bei ihr oft zusammen. Sibylle Springer nimmt sich dagegen die männlich dominierte Malereitradition vor. In ihren neuesten Gemälden macht sie vergessene oder kaum beachtete Künstlerinnen sichtbar. Ihr Blick zurück schafft damit Perspektiven für eine andere, vielgestaltige und vor allem weiblichere Zukunft.

Im Gespräch mit Kurator Ingo Clauß werden die beiden künstlerischen Positionen vorgestellt. Im anschließenden Rundgang sind aktuelle, darunter noch nie ausgestellte Werke zu sehen.

Vorab gibt es um 18 Uhr eine Führung mit Janneke de Vries: Girls, Girls, Girls. Künstlerinnen in der Weserburg.

Parallel findet um 19 Uhr im Übersee-Museum der Talk Frauen- und Menschenrechte im Buddhismus statt. Weitere Infos hier.

Abb.: Claudia Christoffel, Ich schlaf mich lieber runter, 2021, Foto: Lukas Klose

Freitag, 08.03.2024
19:00 Uhr
Eintritt frei
Ort: Bibliothek
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Anna Ehrenstein. Protest Praxis / Tupamaras Technophallus

Eröffnung neuer Künstler*innenraum mit Gespräch

19:45 Uhr: Gespräch mit Anna Ehrenstein und Jeanne-Ange Wagne über dekoloniale Strategien, kollaborative Arbeitsweisen und Erinnerungskultur.

Der Künstler*innenraum ist Teil der Sammlungspräsentation So wie wir sind.

Fluide Körperbilder und Identitäten, die Beziehung von Mensch und Technologie, Kapitalismus und neue Formen von Widerstand und Aktivismus. Wie in einem Brennglas nimmt Anna Ehrenstein (*1993) virulente Themen unserer Gesellschaft in den Blick. Ihre futuristisch anmutenden Bildwelten und Videoarbeiten wirken dabei schrill und herausfordernd. Verschiedenste Ästhetiken von Hoch- und Populärkultur prallen aufeinander, sei es Tanz, Musikvideo, Performance oder Kink, in Form von Workshops und Performances, als virtuelle 3D-Videos oder raumgreifenden Installationen.

In ihrer künstlerischen Praxis setzt Anna Ehrenstein auf Kollaboration, arbeitet bevorzugt in und mit Kollektiven. Das verbindet auch die beiden Werkgruppen, die die deutsch-albanische Künstlerin in der Weserburg Museum für moderne Kunst zusammenbringt. Protest Praxis nimmt die afro-asiatischen Schriftstellerkonferenzen, erstmals 1958 in Tashkent abgehalten, zum Ausgangspunkt für Kritik, Analyse und neue utopische Ideen. Die Arbeiten sind Teil der Kollaboration Albanian conference mit DNA, Fadescha und Rebecca Pokua Korang. Die Arbeit Tupamaras Technophallus reflektiert wiederum gesellschaftsrelevante Fragen vor dem Hintergrund, dass sich selbst in neuesten technischen Errungenschaften historisch gewachsene Ungleichgewichte von Macht fortschreiben.

Zu sehen sind Fitnessgeräte, kombiniert mit Monitoren, in den Raum hinein erweiterte Fotografien und textile Skulpturen. In den ausgestellten Werken macht Ehrenstein queerfeministische Perspektiven sichtbar, bindet dabei Personen aus verschiedenen Wissensfeldern ein, darunter eine Kulturaktivistin, ein Musik-Duo oder auch ein Tanz-Kollektiv aus Bogotá. Festgefügte Narrationen und Machtstrukturen werden so aufgebrochen, neues Wissen und transkulturellen Sichtweisen ermöglicht.

Abb.: Anna Ehrenstein, Tupamaras Technophallus

Freitag, 15.03.2024
19:00 Uhr
Eintritt frei
Ort: Ebene 2

Fotohinweis: Mit der Teilnahme an der Veranstaltung willigen Sie ein, dass Fotos, die bei der Veranstaltung gemacht werden, für nachfolgende Marketing- und Werbezwecke der Weserburg Museum für moderne Kunst genutzt werden dürfen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an info@weserburg.de.
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Dekoloniale Strategien, kollaborative Arbeitsweisen und Erinnerungskultur

Gespräch mit Anna Ehrenstein und Jeanne-Ange Wagne

Im Rahmen der Eröffnung des neuen Künstler*innenraums Anna Ehrenstein. Protest Praxis / Tupamaras Technophallus

 Zum Künstlerinnenraum:

Fluide Körperbilder und Identitäten, die Beziehung von Mensch und Technologie, Kapitalismus und neue Formen von Widerstand und Aktivismus. Wie in einem Brennglas nimmt Anna Ehrenstein virulente Themen unserer Gesellschaft in den Blick. Ihre futuristisch anmutenden Bildwelten und Videoarbeiten wirken dabei schrill und herausfordernd. Zu sehen sind Fitnessgeräte, kombiniert mit Monitoren, in den Raum hinein erweiterte Fotografien und textile Skulpturen. In den ausgestellten Werken macht Ehrenstein queerfeministische Perspektiven sichtbar, bindet dabei Personen aus verschiedenen Wissensfeldern ein, darunter eine Kulturaktivistin, ein Musik-Duo oder auch ein Tanz-Kollektiv aus Bogotá.

Zu den Personen:

Anna Ehrenstein studierte Fotografie und Medienkunst in Deutschland und besuchte kuratorische Kurse in Valetta, Malta und Lagos, Nigeria. 2022 erhielt sie mit ihrer Arbeit für Conviviality das INITIAL-Stipendium für künstlerische Vermittlung, 2021 das Forschungsstipendium der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Berlin und 2020 mit ihren Arbeiten Tools for Conviviality den C/O Berlin Talent Award 2020 für „Neue Dokumentarfilmstrategien“. Sie arbeitete unter anderem für das von Gabi Ngcobo kuratierte Bildungsprogramm BB10 und kuratierte Ausstellungen für die Triennale der Fotografie in Hamburg. 2019 erhielt sie ein DAAD-Stipendium für ein Forschungssemester in Bogotá, Kolumbien. Zuletzt stellte sie u.a. auf der Ural Biennale in Jekaterinburg, der Lagos Biennale in Lagos und bei KOW Berlin, Office Impart, der C/O Berlin Stiftung, dem Kunstraum Kreuzberg, der Stadtgalerie Saarbrücken und dem Kunstverein Braunschweig aus.

Jeanne-Ange Wagne ist Kunsthistorikerin, Kunstvermittlerin und Kreativschaffende, die sich künstlerisch-forschend mit (deutscher) Erinnerungskultur, Kolonialgeschichte und kolonialer Provenienzforschung auseinandersetzt. Als freie Kunstvermittlerin bietet sie regelmäßig kritische Vermittlungsformate für das öffentliche Programm von Kultur- und Kunstinstitutionen an, zuletzt für die „Dekoloniale,“ das KW Institute for Contemporary Art, die 12. Berlin Biennale, sowie für die Akademie der Künste Berlin. Zudem arbeitet sie für den deutschen Zweig des transnationalen Forschungsprojekts „The Restitution of Knowledge,“ angesiedelt am Fachgebiet Kunstgeschichte der Moderne der Technischen Universität Berlin, wo sie 2022-2023 die Veranstaltungsreihe „KuK-Tuesdays: Dislocation“ co-kuratiert und koordiniert hat.

Abb.:  Jeanne-Ange Wagne und Anna Ehrenstein

Freitag, 15.03.2024
19:45 Uhr
Eintritt frei
Ort: Bibliothek

Fotohinweis: Mit der Teilnahme an der Veranstaltung willigen Sie ein, dass Fotos, die bei der Veranstaltung gemacht werden, für nachfolgende Marketing- und Werbezwecke der Weserburg Museum für moderne Kunst genutzt werden dürfen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an info@weserburg.de.
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Intime Stimmen

Konzert mit Alexandra Wenger (Klavier) und Viktor Ivanov (Geige)

Ukrainische Werke des 20. Jahrhunderts werden in diesem Konzert erstmals in Bremen aufgeführt und von ins Deutsche übersetzter ukrainischer Lyrik begleitet. Das Duo erkundet musikalisch wie lyrisch die tiefsten Wünsche, Träume und Hoffnungen der Menschen und alles, was sie in den geheimen Tiefen der Seele oft verbergen.

 

Samstag, 23.03.2024
18:00 Uhr
20 Euro / ermäßigt 10 Euro
Ort: Hans Otte. Klanghaus
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Yoga für Alle

Yoga-Kurs mit Gabriele Kroll in der Ausstellung "Kay Rosen. NOW AND THEN"

75 minütiger Yoga-Kurs für alle Interessierten mit Gabriele Kroll (zertifizierte Yogalehrerin) in der Ausstellung „Kay Rosen. NOW AND THEN“. Im Anschluss gibt es einen gemeinsamen Ausklang mit Erfrischung in der Bibliothek. Vorher und nachher können die Ausstellung und das Museum erkundet werden.

Mitzubringen sind bequeme Kleidung und eine Yogamatte. Sollte keine eigene Matte vorhanden sein, bitte bei der Anmeldung darauf hinweisen.

Sonntag, 24.03.2024
11:30 Uhr
15 Euro / ermäßigt 10 Euro, 75 Min.
Mit Anmeldung unter info@weserburg.de, max. 12 Personen