Veranstaltungsvorschau
Porträt von Kurt Tallert sitzend auf einem Stuhl mit einem gemusterten Hemd und Schiebermütze in schwarz-weiß
Porträt Kurt Tallert, Foto: Constantin Arei

Kurt Tallert. Spur und Abweg

Lesung von Kurt Tallert im Hans Otte. Klanghaus

Von Steinen, die nicht vergessen, und Menschen, die nicht erinnern

Wie ist es, als Sohn eines von den Nazis verfolgten Vaters zwischen den Enkeln von Tätern aufzuwachsen? In ›Spur und Abweg‹ stellt Kurt Tallert sich der Verfolgungsgeschichte seiner Familie. Das Besondere an seinem Schicksal und seiner Perspektive auf die deutsche Geschichte: Kurt Tallert ist heute 37 Jahre alt, und doch wurde sein Vater als junger Mann noch von den Nazis als »Halbjude« verfolgt. Harry Tallert ist bei der Geburt seines Sohnes 58 Jahre alt. Und stirbt zwölf Jahre später. Schon als Schüler muss Kurt Tallert erfahren: Was für weite Teile seiner Generation Schulbuchvergangenheit ist, ist für ihn lebendig, zum Greifen nah, die Geschichte seines Vaters. Eines Vaters, der nach der Befreiung in Deutschland bleibt, Journalist wird und Mitglied des Bundestags. Und der doch ein Leben lang seinen Platz sucht. In ›Spur und Abweg‹ trifft Vergangenheit auf Gegenwart, Überliefertes auf Verdrängtes, Erlebtes auf Erinnertes, erzählt Kurt Tallert in unverwechselbarem Ton die Geschichte seines Vaters – und seine eigene. Ein unvergessliches Debüt und ein Stück Gegenwartsliteratur, in dem die Scherben eines Lebens zu einem Spiegel der Gesellschaft zusammengelegt werden.

Kurt Tallert wurde 1987 in Bad Honnef geboren und studierte Germanistik und Hispanistik. Unter dem Künstlernamen Retrogott prägt er als Rapper, DJ und Produzent seit mehr als zwanzig Jahren die deutsche Hip-Hop-Szene und veröffentlichte zahlreiche Alben. Spur und Abweg ist sein schriftstellerisches Debüt.

Die Lesung findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung Yael Bartana. Utopia Now! statt.

Abb.:  Porträt Kurt Tallert (Foto: Constantin Arei)

Mittwoch, 05.06.2024
19:00 Uhr
13 Euro / erm. 9 Euro
Tickets im VVK über www.ticketmaster.de und an der Museumskasse.
Ort: Hans Otte. Klanghaus
Veranstaltungsvorschau
Yael Bartana, Malka Germania, 2021, video still

Jüdisches Leben in Bremen und die Kunst von Yael Bartana

Kombinierte Stadt- und Ausstellungsführung in Kooperation mit StattReisen Bremen e.V.

Die  kombinierte Stadt- und Ausstellungsführung gibt zunächst einen Einblick in die Geschichte des jüdischen Lebens in Bremen. Diese Geschichte ist vielfältiger als oft angenommen und umfasst sowohl tragische Aspekte wie Vertreibung, Ausgrenzung und Verfolgung als auch zahlreiche unterhaltsame Episoden aus dem Leben jüdischer Bewohnerinnen und Bewohner. In der Weserburg wird es anschließend in die Ausstellung Utopia Now! der israelischen Künstlerin Yael Bartana eingeführt. Viele von Bartanas Werken beschäftigen sich mit der deutschen Erinnerungskultur und dem Umgang mit der Shoah.

Die Führung findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung Yael Bartana. Utopia Now! statt: https://weserburg.de/ausstellung/yael-bartana-utopia-now/

Tickets via StattReisen Bremen

Abb.: Yael Bartana, Malka Germania, 2021, video still, courtesy of Annet Gelink Gallery, Amsterdam; Sommer Contemporary Art, Tel Aviv; Galleria Raffaella Cortese, Milano; Petzel Gallery, New York; and Capitain Petzel, Berlin

Sonntag, 09.06.2024
11:00 Uhr
15 Euro / erm. 12 Euro
Treffpunkt: Roland (Marktplatz)
Veranstaltungsvorschau
Bild einer Person, die eine Yoga-Übung in einem großen Giebelraum macht.
Yoga im Hans Otte. Klanghaus (Foto: Gabriele Kroll)

Yoga für alle

Kurs für alle Interessierten mit Gabriele Kroll

75 minütiger Yoga-Kurs für alle Interessierten mit Gabriele Kroll (zertifizierte Yogalehrerin) in der Ausstellung im Hans Otte. Klanghaus. Im Anschluss gibt es einen gemeinsamen Ausklang mit Erfrischung in der Bibliothek. Vorher und nachher können die Ausstellung und das Museum erkundet werden.

Mitzubringen sind bequeme Kleidung und eine Yogamatte. Sollte keine eigene Matte vorhanden sein, bitte bei der Anmeldung darauf hinweisen.

Abb.: Yoga im Hans Otte. Klanghaus (Foto: Gabriele Kroll)

Sonntag, 16.06.2024
11:30 Uhr
15 Euro / ermäßigt 10 Euro, 75 Min.
Mit Anmeldung unter info@weserburg.de,
max. 12 Personen
Ort: Hans Otte. Klanghaus
Veranstaltungsvorschau
Ein buntes Muster in dessen Mitte die Worte "Three

Three's a Party.

Wir feiern: Weserburg, GAK & Künstler:innenhaus

Alle drei Häuser öffnen an diesem Abend ihre Türen und bieten ein abwechslungsreiches Programm: unter anderem eine Plakat-Aktion zum Mitmachen, eine interaktive Performance sowie die Ausstellungseröffnung von Martin Reichmann. Außerdem gibt es Live-Musik und DJ-Sets vor und in der Weserburg. Für Snacks und Erfrischungen ist mit Eis, Getränken und einem Food Truck gesorgt.

Programm:

18 Uhr – KH Künstler:innenhaus Bremen
Plakat-Aktion: D.O.C.H. Gläserne Decken

19 Uhr – Weserburg Museum für moderne Kunst
Ausstellungseröffnung: Martin Reichmann. Hyper!ons Epiphysis

20 Uhr – GAK Gesellschaft für Aktuelle Kunst
Liz Rech & Bubu Mosiashvili:
>>>>> Walking Performance ________ >>>>>

21 Uhr – Vorplatz Weserburg
Live-Musik: Konzert von EPILOG

18 – 22 Uhr – Vor und in der Weserburg
DJ-Sets: Henriette Klitgård (Techno bis Breakbeats), Bla (Genre-Fluid) und EO (Ambient, House, Breakbeat)

Donnerstag, 20.06.2024
ab 18 Uhr

Eintritt frei
Veranstaltungsvorschau
Martin Reichmann. Hyper!ons Epiphysis

Martin Reichmann. Hyper!ons Epiphysis

Ausstellungseröffnung

Einzelausstellung des Karin Hollweg Preisträgers 2022

Massive Skulpturen, schuttartiger Relikte – die Werke von Martin Reichmann haben einen brachialen Charakter. Sein bevorzugtes Material ist Beton. Ein Werkstoff, den er in grobschlächtige Skulpturen verwandelt, darunter Abgüsse von Lautsprechern und Pferdeköpfen, die nicht selten zentraler Bestandteil von Rauminszenierungen oder Performances werden. Trash und Antike, Pop- und Erinnerungskultur, verschiedenste Ansätze begegnen und verbinden sich hier mit spielerischer Wucht.

Für seine erste institutionelle Einzelausstellung bringt Martin Reichmann neue Werke zusammen. Ungeschliffene Skulpturen aus Beton, welche sich auf Kulturgüter aus verschiedenen Zeiten und Epochen beziehen. Gebrochene Säulen, die nichts mehr tragen. Daneben abgeformte Objekte zwischen banalem Fundstück, Antiken-Kitsch und selbstbewusst künstlerischem Entwurf. Oder mit den Worten Reichmanns gesprochen: „ruinierte Relikte, lackierte Geschichte, kalzifizierte Gehirne.“

Weitere Informationen zur Ausstellung: https://weserburg.de/ausstellung/martin-reichmann-hyperons-epiphysis/

Abb.: Porträt Martin Reichmann

Donnerstag, 20.06.2024
19:00 Uhr
Eintritt frei
Ort: Projektraum

Fotohinweis: Mit der Teilnahme an der Veranstaltung willigen Sie ein, dass Fotos, die bei der Veranstaltung gemacht werden, für nachfolgende Marketing- und Werbezwecke der Weserburg Museum für moderne Kunst genutzt werden dürfen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich an info@weserburg.de.