Veranstaltungsvorschau
S PRESS Tape No. 70, Michael Brownstein – Monkey Blues, S PRESS TONBANDVERLAG, 1979, Foto: Weserburg Museum für moderne Kunst

Edition S Press. Gedichte, die man hören muss

Ausstellungseröffnung

Einführungsgespräch: Sabine Hänsgen, Kuratorin der Ausstellung, mit dem Verleger Wolfgang Mohrhenn. Im Anschluss Aufführung der Komposition Über-Schneidungen (Mattia Bonafini): Sound Samples aus dem Archiv der Edition S Press.

Zur Ausstellung:
Die Edition S Press war ein Verlag für experimentelle Literatur, Konkrete Poesie, Beat Poetry und Poetry Performance, der sich von 1970 bis 2005 der akustischen Kunst widmete. Mit der Herausgabe von Tonbändern, Audio-Kassetten, Video-Kassetten und Medienpaketen schuf er neue Wege bei der Veröffentlichung von Künstlerpublikationen.

Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Entstehung und Geschichte der Edition S Press und vollzieht nach, wie ein westdeutscher Kleinverlag von Hattingen, München und Wuppertal aus international Kunstgeschichte geschrieben hat. Eine große Auswahl an akustischen Werken und poetischen Performances wird durch Audio- und Videoaufnahmen präsentiert. In Verbindung dazu werden Produktions- und Rezeptionskontexte in Form von Programmen, Plakaten, Fotografien, Flyern und Presseausschnitten zu sehen sein.

Schwerpunkte der über 80 S Press Editionen bilden Werkkomplexe von Künstler*innen aus Europa, den Vereinigten Staaten und der Sowjetunion. In der Ausstellung sind Werken von über 50 Künstler*innen zu hören, unter anderem von John Cage, Allen Ginsberg, Eugen Gomringer, Ernst Jandl, Friederike Mayröcker, Meret Oppenheim, Dmitrij A. Prigow, Lew Rubinstein, oder Gerhard Rühm.

Ausstellungslaufzeit: 12. September 2026 – 29. August 2027

Abb.: S PRESS Tape No. 70, Michael Brownstein – Monkey Blues, 1979, S PRESS TONBANDVERLAG, Foto: Weserburg Museum für moderne Kunst

Freitag, 11.09.2026
19:00 Uhr
Eintritt frei
Ort: Ebene 3,5 und Projektraum
Veranstaltungsvorschau
OMEN (2023), Filmstill © Grandfilm, Wrong Men

OMEN

Filmscreening

Koffi ist besessen. Das glaubt zumindest seine Familie, die ihn deshalb Zabolo, Zeichen des Teufels, nennt. Er kehrt nach vielen Jahren erstmals an seinen Geburtsort im Kongo zurück, nachdem er dort jahrelang geächtet wurde. Koffi will sich den Segen der Familie für seine Heirat mit Alice einholen, mit der er in Belgien lebt. Doch die alten Feindseligkeiten sind weiterhin spürbar, nur seine Schwester Tshala steht dem kollektiven Aberglauben kritisch gegenüber. Koffi will die Gründe für seine Ächtung verstehen und stößt dabei auf ein Familiengeheimnis. Und dann ist da noch Paco, ein Junge aus einer Straßengang, dessen Schicksal mit Koffis Leben verbunden zu sein scheint …

Mit seinem Spielfilmdebüt erforscht der Musiker, Filmemacher und Allroundkünstler Baloji auf eindringliche Weise, wie sehr der Glauben das Schicksal seiner vier Hauptfiguren beeinflusst. OMEN ist ein bildgewaltiger Film mit Elementen aus Surrealismus und magischem Realismus, ein umwerfender Beweis für die kreative Energie des aktuellen afrikanischen Kinos.

Zur Person:
Baloji wurde 1978 in Lubumbashi (Demokratische Republik Kongo) geboren und ist heute sesshaft in Belgien. Er ist preisgekrönter Musiker, Filmemacher, vielseitiger Künstler, der als Art Director arbeitet, und darüberhinaus Kostümdesigner für Mode und andere visuelle Kunstformen ist.

Originalfassung (engl./franz./lingála/suaheli) mit deutschen Untertiteln
Belgien/Deutschland/Frankreich/Niederlande/Südafrika/Demokratische Republik Kongo 2023
92 Min., FSK ab 12 Jahre, Regie und Drehbuch: Baloji

Im Rahmen der Ausstellung Anys Reimann. Mirrorball.
In Kooperation mit dem Graduiertenkolleg Contradiction Studies an der Universität Bremen und dem City 46 Kommunalkino Bremen.

Tickets via kinoheld.de

Abb.: OMEN (2023), Filmstill © Grandfilm, Wrong Men

Samstag, 12.09.2026
18:00 Uhr
9 Euro / ermäßigt 5,50 Euro
Ort: Kommunalkino CITY 46, Birkenstr. 1, 28195 Bremen
Veranstaltungsvorschau
Jutta Reichelt © Dorothea Salzmann-Schimkus und Lee Doubleu © Lee Doubleu

AUSGEBUCHT: queer.lit!: Zeichnen & Schreiben

Workshop mit Lee Doubleu & Jutta Reichelt im Rahmen des Festivals queer.lit!

Dieser Workshop richtet sich an alle, die beides ausprobieren möchten: das Schreiben und das Zeichnen. Alle, die Lust auf Experimente und Freude am gemeinsamen Tun haben, sind herzlich willkommen. Für die Teilnahme sind keinerlei Vorkenntnisse nötig!

Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich von der Weserburg selbst inspirieren zu lassen – bis hin zu den Werken der Sammlungsausstellung So wie wir sind: Von Murat Önens Moving Pile under the Blue Sky (2022) zu Zoe Leonards queerpolitischen Manifest I want a president (1992).

Zu den Personen:

Lee Doubleu zeichnet, malt und schreibt in Bremen. Ehrenamtlich leitet Lee im Team einen monatlichen Zeichentreff an. Die eigene künstlerische Arbeit fokussiert sich aktuell auf Sketches, Illustrationen und Aquarelle. Zuletzt wurde die Kurzgeschichte Der Hobby-Friedhof in einer Anthologie des ohneohren Verlags in Österreich veröffentlicht.

Jutta Reichelt lebt als Schriftstellerin und Geschichtenanstifterin in Bremen. Sie schreibt Romane, Erzählungen, literarische Essays, bloggt Über das Schreiben von Geschichten und leitet Schreibwerkstätten. Ihre Texte wurden mehrfach ausgezeichnet.

Eine Kooperation des Literaturhaus Bremen und der Weserburg Museum für moderne Kunst.

Abb.: Jutta Reichelt © Dorothea Salzmann-Schimkus und Lee Doubleu © Lee Doubleu

Samstag, 19.09.2026
11:00 Uhr
12 Euro / erm. frei (Museumseintritt). Der Workshop selbst ist frei.
Ort: Bibliothek
Veranstaltungsvorschau
Foto einer Person von der Seite aufgenommen, sie schneidet mit einer Schere buntes Papier.
Foto: Ana Rodriguez Heinlein

Community Art Night: Collage & Glitter

Im Rahmen der Ausstellung "Anys Reimann. Mirrorball". In Kooperation mit dem Afrikanetzwerk Bremen.

In dieser Ausgabe der Community Art Night lassen wir uns von der Ausstellung Anys Reimann: Mirrorball inspirieren. Gemeinsam mit der Künstlerin Claudia A. Cruz laden wir zum Gestalten und Experimentieren mit Collagen und Mirrorballs ein. Musikalisch begleitet wird der Nachmittag von einem DJ-Set der Bremer Künstlerin DJ .Umi.

Programm:

16–20 Uhr: Mitmachstation mit Claudia A. Cruz und DJ-Set mit DJ .Umi.

Mit Collagen und Mirrorballs wird der Projektraum zur offenen Werkstatt. Besucher*innen können verschiedene Techniken ausprobieren und eigene Discokugeln oder Collagen gestalten. Die entstandenen Arbeiten können anschließend mit nach Hause genommen werden. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Begleitet von DJ-Sets von DJ .Umi:.

16:15–16:45 Uhr: Lesung mit Fikri Anıl Altıntaş über James Baldwin, aus 30 Real Boys – mutig, gefühlvoll und ganz sie selbst

Fikri Anıl Altıntaş liest in der Bibliothek aus seinem frisch erschienen Kindersachbuch 30 Real Boys – mutig, gefühlvoll und ganz sie selbst (Hanser, 2026) für große und kleine Besucher*innen. In diesem Buch wird Jungs Mut gemacht, Gefühle zu zeigen und sich für andere starkzumachen! Real Boys erzählt von dreißig empathischen Männern, die sich für andere engagieren, selbstverständlich Care-Arbeit übernehmen, Frauen und queere Menschen unterstützen oder sich für die Rechte von diskriminierten Gruppen einsetzen.

17–17:30 Uhr: Deutsch-französische Führung durch die Ausstellung Anys Reimann. Mirrorball

Kurator Ingo Clauß und Virginie Kamche vom Afrika Netzwerk Bremen e. V. führen gemeinsam durch die Ausstellung Anys Reimann. Mirrorball. Der Rundgang eröffnet unterschiedliche Perspektiven auf die Arbeiten und Themen der Ausstellung.

Zur Community Art Night:
Einmal im Monat wird der Projektraum der Weserburg zur offenen Werkstatt für gemeinsames Gestalten, Austauschen und Ausprobieren. Donnerstags von 16 bis 20 Uhr entsteht ein Raum für Begegnung. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Zwischen 16 und 18 Uhr können außerdem die aktuellen Ausstellungen besucht werden. In kurzen Rundgängen und Gesprächen mit Menschen aus der Stadtgesellschaft und dem Museum eröffnen sich unterschiedliche Perspektiven auf ausgewählte Arbeiten und die Themen der Ausstellungen.

Abb.: Zines & Collage in der Community Art Night, Foto: Weserburg Museum für moderne Kunst

Donnerstag, 24.09.2026
16:00 Uhr
5 Euro, kostenfrei für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahren
Ort: Projektraum, Bibliothek und Ausstellung
Veranstaltungsvorschau

globale° revisited. Schreiben im Exil

Im Rahmen des heimaten Festivals für die plurale Demokratie

Gespräch mit Tania Arcimovich, Fariba Vafi, Karima Shabrang und Svenja Leiber.
Moderation: Maha El Hissy
Übersetzung (Persisch – Deutsch): Jutta Himmelreich

Nach der erfolgreichen ersten Veranstaltung im Rahmen des heimaten Festivals im letzten Jahr, bringt globale° in Zusammenarbeit mit Weiter Schreiben Autor*innenperspektiven zusammen, die gerade in diesen Zeiten immer weniger Raum im Diskurs bekommen und drohen, im Gewirr aus Krisen und Kürzungen unterzugehen. Im Zentrum der Veranstaltung stehen das Schreiben im Exil und zwischen Sprachen, Produktion von Literatur in Deutschland heute und die Stellung von marginalisierten Stimmen darin.

In der Veranstaltung des heimaten Festivals 2026 kommen Autorinnen aus Belarus, Afghanistan und Iran zusammen, um über ihre Erfahrungen in der gegenwärtigen Zeit zu sprechen.

Eine Kooperation von Haus der Kulturen der Welt, globale° – Festival für grenzüberschreitende Literatur e.V. , Weiter Schreiben, Weserburg Museum für moderne Kunst

Samstag, 26.09.2026
19:00 Uhr
Eintritt frei
Ort: Bibliothek