Elina Brotherus

26.09.2020 - 21.03.2021
Elina Botherus, Portrait Series (Gelbe Musik with Sunflowers) 2016, Art´Us Collectors´Collective, Courtesy TaiK Persons © VG Bild-Kunst, Bonn 2019

Elina Botherus (*1972 in Helsinki) gilt heute als eine der wichtigsten Künstlerinnen ihrer Generation. Mit ihren Fotoarbeiten hat sie in den vergangenen zwei Jahrzehnten ein außergewöhnlich vielschichtiges Werk geschaffen. International bekannt ist sie für ihre Selbstporträts – tatsächlich ist sie in fast all ihren Werken selbst zu sehen. Aber auch die poetischen, ja malerischen Landschaften, die tagebuchartigen Werkgruppen und situative Stimmungsbilder überzeugen in ihrer eigenwilligen Gestaltung. Die Ausstellung in der Weserburg präsentiert vor allem neuere Fotoarbeiten und Werkgruppen. Mit souveräner Leichtigkeit und viel Humor macht sich die finnische Künstlerin Kunstkonzepte der Gegenwart zu Eigen und überträgt sie in ihre eigene, unverkennbare Ästhetik. Die neuen Bildideen werden mit ausgewählten Arbeiten früherer Schaffensphasen in einen spannungsreichen Dialog gebracht.

Erste Einzelausstellung in einem deutschen Museum

Obwohl das Werk von Elina Brotherus seit über zwanzig Jahren weite internationale Beachtung findet, hatte sie bislang noch keine repräsentative Einzelausstellung in einem deutschen Museum. Es liegt zudem kein Katalog in deutscher Sprache vor. Die Weserburg nimmt dies zum Anlass, die Künstlerin in Deutschland so bekannt zu machen, wie sie es verdient. Ihrer Bedeutung für die Fotografie im Speziellen, aber auch für die konzeptuelle Kunst im Allgemeinen soll in Veranstaltungen öffentlich diskutiert und in einem begleitenden Ausstellungskatalog näher beleuchtet werden. Der Zeitpunkt scheint ideal: Elina Brotherus hat mit der Werkgruppe Règle du jeu (2016-2017) einen ganz neuen künstlerischen Ansatz erprobt, indem sie so genannte Event Scores der Fluxus Bewegung (Handlungsanweisungen) als Inspiration für eigene Bilderfindungen nutzt und damit die Möglichkeiten der Fotografie neu auslotet.

Die Ausstellung wird kuratiert von Ingo Clauß.

Ausstellung auf Ebene 3