Take Away – Kunst zum Ausleihen

Take Away - 12 Kunstwerke stehen zur Auswahl

Mit „Take Away“ bietet die Weserburg Museum für moderne Kunst allen Interessierten die Möglichkeit, sich die Kunst nach Hause zu holen. Das geht ganz einfach:

1. Sie suchen sich eins von 12 Kunstwerken aus. Aufgrund der aktuellen Lage ist das nur auf der Homepage möglich. Es handelt sich um Editionen in limitierter Auflage.

2. Wir vereinbaren einen Termin für eine kontaklose Übergabe in der Weserburg. Das dauert nur wenige Minuten, Parkplätze vor dem Museum stehen zur Verfügung. Für den notwendigen Leihvertrag benötigen Sie lediglich Ihren gültigen Lichtbildausweis. Ihr Werk wird professionell für Sie verpackt. Sofern seitens der Künstler*innen vorgesehen, ist das Werk bereits gerahmt und fertig für die Wand. Tipps für Transport, Aufhängung und Pflege geben wir Ihnen gerne mit auf den Weg. Vor Verlust oder Beschädigung schützt Ihre Haftpflichtversicherung.

3. Nach spätestens sechs Monaten bringen Sie die Edition zurück. Wir erinnern Sie rechtzeitig daran und wenn Sie das Werk behalten möchten, können Sie es einfach zum Vorzugspreis erwerben.

Ausleihen sind bis Ende Februar 2021 möglich (keine Übergabe  der Werke zwischen dem 21. Dezember und 3. Januar). Maximale Leihdauer sechs Monate.

Beteiligte Künstler*innen

Björn Behrens, Achim Bertenburg, Viktoria Binschtok, Boxi, Werner Büttner, Claudia Christoffel, Goetz Diergarten, Mark Harrington, Horst Müller, Peter Piller, Thomas Rentmeister, Olaf Schlote

Kontakt

Weserburg Museum für moderne Kunst
Teerhof 20, 28199 Bremen
Germany

Bürozeiten:
Montag bis Freitag, 9 bis 17 Uhr
+49 (0)421 59839-0
info@weserburg.de

Zwischen dem 23. Dezember und dem 3. Januar ist das Sekretariat nur eingeschränkt erreichbar!

Björn Behrens

Björn Behrens, Based on truth III , B.O.T. 06, 2016

Based on truth III , B.O.T. 06 (2016)

Der Künstler Björn Behrens fotografiert für seine Serie „Based on truth“ Ausstellungsräume bei Notbeleuchtung. Die Edition, die er speziell für die Weserburg angefertigt hat, wirkt auf den ersten Blick wie eine ungegenständliche, geometrische Bildkomposition. Das Foto zeigt eine Ansicht im Erdgeschoss des Museums. Die für das Haus markanten Unterzüge und eine Treppensituation im Hintergrund sind zu erkennen. Der Museumsraum der mit seinen Ausstellungen und Sammlungspräsentationen Erkenntnisgewinn verspricht, verschwindet zu weiten Teilen im Dunkeln. Der Titel der Fotoserie bleibt vieldeutig. Inwieweit gründet Kunst auf Wahrheit? Können und müssen Begriffe wie das Schöne, Gute und Wahre nicht stets neu und kritisch verhandelt werden?

Fotografie, signiert
54 x 41 cm
Auflage 10
Preis, ungerahmt: 400 Euro
Preis, gerahmt: 500 Euro
10% Rabatt für Museumsfreund*innen

Achim Bertenburg

Achim Bertenburg, Kaschmir (2011)

Kaschmir (2011)

Die im indischen Kaschmir entstandene Fotografie Achim Bertenburgs dient als Ausgangspunkt für verschiedene ungegenständliche Bilder des Malers und trägt den für ihn typischen atmosphärischen Gehalt des Landschaftsblicks in sich. Mit einem quadratischen Raster und unterschiedlichen Klebestreifen versehen, illustriert das Motiv die Ateliersituation des Künstlers und zeigt so einen Teil des künstlerischen Prozesses, von der Reise, zur Fotografie, bis zur Malerei.

Inkjet-Print, Klebeband,
nummeriert, signiert, gerahmt
Auflage: 10

Preis ungerahmt: 400 Euro
Preis, gerahmt: 500 Euro
10% Rabatt für Museumsfreund*innen

 

Viktoria Binschtok

Viktoria Binschtok #sunset (2019)

#sunset (2019)

Sonnenuntergänge sind ein oft verklärtes Landschaftsmotiv. Romantische Vorstellungen, wie sie im Hashtag-Zeitalter massenhaft verbreitet werden, unterwandert ­Viktoria ­Binschtok jedoch gezielt. Handelsübliche Farbkarten mit der Bezeichnung Heaven, Pacific, Beach und Mandarine und den entsprechenden Farbwerten arrangiert sie so, dass in der Tat ein Landschaftsbild entsteht – verspielte Sinnlichkeit und nüchterne Präzision finden hier zu einer gemeinsam Form.

C-Print, kaschiert, gerahmt
70 x 54 cm
Auflage: 10 + 2 E.A.
Preis je Exemplar: 950 Euro
10% Rabatt für Museumsfreund*innen

Boxi

Boxi,The Buffer (2009

The Buffer (2009)

Der britische Künstler Boxi ist bekannt für seine graufarbigen Stencil-Arbeiten. Humorvoll-skurrile Alltagsbeobachtungen kombiniert er oft mit düsteren Szenarios. So entstehen immer wieder dystopische Bildwelten, die pointiert gesellschaftliche Entwicklungen thematisieren. Neben Flächen im öffentlichen Raum nutzt Boxi als Bildträger u.a. auch Leinwände oder wie in diesem Fall eine schmale Holzplatte. The Buffer zeigt ein von ihm vielfach verwendetes Motiv, das auf hintersinnige Weise das illegale Bemalen und das anschließende Reinigen von Wände thematisiert.

Sprühlack auf Holz, 60 × 15 cm
Auflage: 30
Preis: 600 Euro
10% Rabatt für Museumsfreund*innen

Werner Büttner

Werner Büttner, Vom Zorn heiliger Männer (2013) © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Vom Zorn heiliger Männer (2013)

„Damals wie heute nahm und nehme ich die Malerei so ernst wie mein Kochgeschirr oder mein Auto“ – Zusammen mit Martin Kippenberger und Albert Oehlen prägte Werner Büttner in den frühen 1980/90er-Jahren nachhaltig die deutsche Kunstszene. Seine Bilder, Zeichnungen, Collagen und Skulpturen zeugen von Einfallsreichtum, Ironie, aber auch von beißendem Spott gegenüber gesellschaftlichen Realitäten. Die neueren Arbeiten, fotografische C-Prints, entstehen zunächst ganz handwerklich mit Messer und Schere und werden anschließend collageartig zusammensetzt. Die Edition Vom Zorn heiliger Männer verbindet gekonnt visuelle Wucht mit anspielungsreicher Offenheit.

C-Print, 50 × 37,4 cm
Auflage: 15
Preis, ungerahmt: 500 Euro
Preis, gerahmt: 600 Euro
10% Rabatt für Museumsfreund*innen

Claudia Christoffel

Claudia Christoffel, Nothing ever fatigues me, but doing what I do not like (2020) © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

Nothing ever fatigues me, but doing what I do not like (2020)

Claudia Christoffel untersucht in ihrer ­künstlerischen Praxis immer auch gesellschaftliche Machtverhältnisse. Historische Bezüge, gegenwärtige Entwicklungen oder persönliche Erlebnisse werden gleichermaßen zum Ausgangspunkt vielfältiger Arbeiten. Die Weserburg-Edition, ein maschinell besticktes Staubtuch, wurde inspiriert von einem Jane Austen Zitat aus dem Buch Mansfield Park (1814), zu Deutsch etwa: „Nichts ermüdet mich, außer das zu tun, was mir nicht gefällt.“ Und in der Tat stellt sich die Frage, inwieweit ein selbst bestimmtes und auch kreativ-schöpferisches Leben überhaupt vorstellbar ist, solange die Last des Alltags vor allem auf den Schultern von Frauen ruht.

Blau besticktes, gemustertes Staubtuch
ca. 31 x 31 cm
Auflage: 9
Preis, ungerahmt: 275 Euro
10% Rabatt für Museumsfreund*innen

Goetz Diergarten

Goetz Diergarten, o.T. (Brighton - Western Esplanade) (2003)

o.T. (Brighton – Western Esplanade) (2003)

Götz Diergartens Farbfotografie zeigt die banale Strandbebauung eines englischen Badeortes, der verlassen und unbelebt in ruhige Tristesse getaucht zu sein scheint. Das klare visuelle Gefüge aus Linien, Farben und Materialien besticht durch seine formale Schönheit und gar malerische Qualität, täuscht aber nicht über die Strenge der festgeschraubten Bänke und begrenzenden Zäune hinweg. Der Blick auf die scheinbar unendliche See ist genau vorgegeben und damit trotz eines Gefühls von Freiheit und Weite nie ganz frei und selbstbestimmt.

C-Print, 30×30 cm, gerahmt
Auflage: 25
Preis, gerahmt: 520 Euro
10% Rabatt für Museumsfreund*innen

Mark Harrington

Mark Harrington, Ellington (2008)

Ellington (2008)

Mark Harringtons ungegenständliche Kompositionen, seien es Malerei oder Radierungen, folgen dem immer gleichen Prinzip: der Reduktion und Wiederholung von horizontalen Linien und Strukturen. Auf diese Weise werden seine Werke „lesbar“, erzählen aber keine Geschichte – laut Harrington gebe es keine Symbolik, keine Referenzen und keine Zustände außerhalb ihrer selbst, an die seine Werke erinnern. Die Bilder seien lediglich zugänglich für Assoziationen, die Betrachter*innen für sich selbst entdecken.

Radierung, 60 × 50 cm
Auflage: 16
Preis, ungerahmt: 450 Euro
Preis, gerahmt: 600 Euro
10% Rabatt für Museumsfreund*innen

Horst Müller

Horst Müller, Das Monument SOL LEWITT‘s Three Triangles als rhombisches Outdoor Piece, 2008

Das Monument SOL LEWITT‘s Three Triangles als rhombisches Outdoor Piece, 2008

In seinen Bremen Portfolios versammelt Horst Müller reale Architekturen, die er mittels digitaler Bildbearbeitung zum Schweben bringt. Es sind bemerkenswerte Bauten der Bremer Hansestadt, darunter der Fernsehturm, ein Lotsenhaus, aber auch ein Kunstwerk des Amerikaners Sol LeWitt. Gegenüber der Weserburg gelegen ist die minimalistische Skulptur seit 1994 eine weithin sichtbare Landmarke. Müller verwandelt sie in ein frei flottierendes, surreal anmutendes Objekt. Zugleich betont er die Zeichenhaftigkeit des künstlerischen Entwurfs und ermuntert so zu einer neuen Begegnung mit einem scheinbar vertrauten Ort.

Druck auf Papier
40 x 50 cm
Auflage: 40
Preis, ungerahmt: 550 Euro
Preis, gerahmt: 600 Euro
10% Rabatt für Museumsfreund*innen

Peter Piller

Peter Piller, HOE 23, 2020 © VG Bild-Kunst, Bonn 2020

HOE 23. Edition Weserburg, 2020

Seit Mitte der 1990er Jahre sammelt Peter Piller Bilder aus Zeitungen, Bibliotheken, verschiedensten Archiven und dem Internet, die er ordnet, neu benennt und in Gruppen zusammenführt. Für eine neue Werkgruppe nutzt er historische Abbildungen von Steinzeithöhlen. So auch für die Edition mit dem kürzelhaften Titel HOE 23. Durch das Streiflicht sind in der Lehmoberfläche menschliche Spuren und Fingerabdrücke zu erkennen, die mehrere Jahrtausende erhalten geblieben sind – hier assoziativ mit etwas sehr Flüchtigem kombiniert, einem Bild aus einem Wolkenbestimmungsbuch.

Pigment Print, Farbe
40×40 cm
Auflage: 5
Preis, ungerahmt: 1.200 Euro
Preis, gerahmt: 1.300 Euro
10% Rabatt für Museumsfreund*innen

Thomas Rentmeister

Thomas Rentmeister, PC im Schnee, 2018

PC im Schnee, 2018

Die aufwendige Farbradierung von Thomas Rentmeister zeigt, wie bereits der Werktitel lakonisch hervorhebt, einen PC-Bildschirm im Schnee. Rentmeister ist bekannt für seinen humorvollen wie hintergründigen Einsatz von Alltagsobjekten. Seine bisweilen eigentümlichen Arrangements, wie ineinander verkeilte und mit Penaten-Crème verspachtelte Kühlschränke, sind nicht nur auf die Kunst bezogen, sie können auch als eine ästhetische Auseinandersetzung gesellschaftlicher Entwicklungen verstanden werden.

Farbradierung auf Papier
48,5 x 60 cm
Auflage: 12
Preis, ungerahmt: 700 Euro
Preis, gerahmt: 830 Euro
10% Rabatt für Museumsfreund*innen

Olaf Schlote

Olaf Schlote, o.T. ( rote Treppe), 2008

o.T. ( rote Treppe), 2008

Das Spiel mit dem Licht und der Bewegung ist ein zentrales Element im Schaffen des Bremer Künstlers Olaf Schlote. Indem er sich bei der Aufnahme der Fotografie selbst bewegt, ergibt sich eine diffuse, atmosphärische Unschärfe. Das Bild vermittelt so eine Stimmung des flüchtigen Augenblicks, des intensiv erlebten Moments. Unterdessen verschiebt sich der Blickpunkt des Bildes aus dem Zentrum nach oben: die ins ungewisse Helle führende Treppe weckt Assoziationen wie den symbolischen Aufstieg ins Licht.

Lambda C-print Artsec
30 x 45
Auflage: 10
Preis, ungerahmt: 850 Euro
10% Rabatt für Museumsfreund*innen