Gregor Schneider, Müllsack in Wichsecke, Bremerhaven Kabinett für ak-tuelle Kunst, 1999, (Detail), Olbricht Collection, © VG Bild Kunst, Bonn 2006, Foto: Gunter Lepkowski
Ausstellung | 15.07.2006 - 16.12.2007

Thomas Demand | Gregor Schneider

Werke aus der Sammlung Olbricht
Der in Rheydt bei Mönchengladbach lebende Gregor Schneider und Thomas Demand aus Berlin sind in der Sammlung Olbricht mit wichtigen Werken vertreten. Demand arbeitet zwar mit dem Medium Fotografie, versteht sich aber nicht in erster Linie als Fotograf. Er rekonstruiert Räume und Situationen, welche schon einmal als Bilder durch Zeitungen oder durch das Fernsehen verbreitet wurden, zu präzisen Szenarien aus Karton und Papier, um sie schließlich noch einmal abzulichten. Erst bei genauem Hinsehen werden diese perfekten Modellwelten als solche erkannt. Auf ihre besondere Art tragen sie zu einer ästhetischen Reflexion unserer durch und durch mediatisierten, also meist über Fotos und Filme vermittelten Erfahrung von Wirklichkeit bei.

Diese Fotos haben mit den Skulpturen und Räumen Gregor Schneiders insofern etwas gemeinsam, als sich in ihnen gleichermaßen etwas andeutet, das nicht – oder noch nicht – sichtbar wird. Etwas, das sich in diesen Räumen und Szenarien ereignet hat oder noch ereignen wird: Auf diese Weise werden die Arbeiten beider Künstler zu Verortungen von Ahnungen, Erinnerungen und Vermutungen. Man erinnere sich an Schneiders Biennale Beitrag in Venedig im Jahr 2001, in dem er einen Teil seines Rheydter Hauses ur 1:1 in den deutschen Pavillon der Lagunenstadt übertrug, durch den sich die Besucher mit teilweise gemischten Gefühlen bewegten. Sie wurden dabei nicht nur von Treppenläufen, Gängen und Türen geleitet, sondern auch von den subtilen Mechanismen ihrer eigenen Wahrnehmungen, zu denen eben auch das Vorgewusste und Unbewusste gehört. 

Ganz in diesem Sinne stellt Gregor Schneider in einem eigens dafür geschaffenen, vollständig in Schwarz gehaltenen Raum Werke aus der Sammlung Olbricht in einen neuen Zusammenhang. Dazu zählt auch die große Arbeit "Müllsack mit Wichsecke, Bremerhaven" aus dem Jahr 1996, eine Verdopplung des Kabinetts für Aktuelle Kunst in Bremerhaven. Ergänzt durch einen Korridor am Eingang, durch die monumentale Parallelprojektion zweier Nacht-Videos und verschiedener anderer Werke des Essener Sammlers wird diese vom Künstler selbst vorgenommene Präsentation zu einem raumbezogenen, anderswo nicht denkbaren Gesamtwerk.


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