Ausstellung | 05.02.2011 - 25.04.2011

Freibeuter der Utopie

Die Kunst der Weltverbesserung
JOSEPH BEUYS|HEINER MÜLLER|ALEXANDER KLUGE|PETER LAND|ANDY WARHOL|EINAR SCHLEEF|MARTIN KIPPENBERGER|GAVIN TURK|BRUCE NAUMAN|ARTUR ŻMIJEWSKI|JONATHAN MEESE|OLAF METZEL|ASTRID KLEIN|JAUME PLENSA|ROLF DIETER BRINKMANN| AND GUESTS... Die Weserburg zeigt in der Ausstellung „Freibeuter der Utopie“ künstlerische Denkanstöße zur Veränderbarkeit von Welt und Gesellschaft. Die weltumspannende Wirtschaftskrise hat eindringlich gezeigt, wie gefährlich es ist, wenn die Politik die gesellschaftliche Gestaltung allein in die Hände der Ökonomie legt. Doch was ist mit der Kunst? Welche Möglichkeiten der Einflussnahme hat sie? „Die Kunst erlöst uns von gar nichts“ – diese Aussage Bruce Naumans fokussiert die scheinbare Ohnmacht der Kunst gegenüber den vermeintlich stärkeren Kräften von Politik und Wirtschaft. Carsten Ahrens, Direktor der Weserburg, formuliert den thematischen Kern der Ausstellung hingegen anders: „Es sind die Künste: die bildende Kunst, das Theater, die Literatur, der Film, der Tanz und die Musik, die die Vision einer anderen Welt als lebendigen Traum wach halten“. Unter dem Titel „Freibeuter der Utopie“ versammelt die Weserburg nun in einer umfassenden Ausstellung künstlerische Positionen, die den Traum an diese Veränderbarkeit der Welt gegenwärtig machen.[mehr]
Nicolás Uriburu: Green Venice, 1968, aufgenommen bei der Biennale in Venedig © Fundación Nicolás G. Uriburu
Ausstellung | 10.09.2011 - 29.01.2012

Farbe im Fluss

20 Jahre Weserburg
Die Ausstellung zum 20jährigen Jubiläum der Weserburg zeigt den künstlerischen Umgang mit frei fließender Farbe seit Jackson Pollock. Werke der wichtigsten Vertreter des abstrakten Expressionismus und der Farbfeldmalerei werden Arbeiten jüngerer Künstlerinnen und Künstler gegenübergestellt. Als Höhepunkte entwickeln Katharina Grosse, K.H. Hödicke, Peter Zimmermann, Nicolás Uriburu, Rainer Splitt und andere neue Arbeiten direkt vor Ort.
Der amerikanische Maler Jackson Pollock wagte Ende der 1940er Jahre ein simples und zugleich bahnbrechendes Experiment: Er legte eine Leinwand auf den Boden seines Ateliers und begann, sie von oben her mit Farbe zu bearbeiten. Nach vorn gebeugt, den ganzen Körper einbeziehend, ließ er Acrylfarbe und Lack auf die Malfläche fließen und tropfen. Dieses als „Action Painting“ bekannt gewordene Verfahren inspirierte ganze Künstlergenerationen. Man begann Farbe als fließendes Material mit bestimmten physikalischen Eigenschaften zu begreifen und künstlerisch einzusetzen. Dies tat man ganz bewusst gegen eingespielte Sehgewohnheiten und als neue Herausforderung für die Sinne und den Verstand. [mehr]
Zilla Leutenegger: Bathroom, 2006, Videoinstallation, Courtesy Sammlung
Ausstellung | 17.04.2011 - 07.08.2011

Zilla Leutenegger

More than this | In Kooperation mit der Sammlung Goetz
Die Schweizer Künstlerin Zilla Leutenegger (*1968 in Zürich) verbindet Wandmalerei, Zeichnungen, Objekte und Videoprojektionen zu raumgreifenden Installationen und Lichtbildern. Die Arbeiten überraschen durch ihre spielerische Leichtigkeit. Oftmals reichen wenige schwungvoll aber prägnant gesetzte Striche aus, mit denen sich Leutenegger ihre eigene Welt erschafft. In skizzenhaft angedeuteten Räumen begegnet uns immer wieder das Alter Ego der Künstlerin: die Kunstfigur Zilla. Sie ist die alleinige Protagonistin, mit der sie unterschiedliche Rollenmuster und Identitäten erprobt. Kindheitsträume und Fantastisches finden hier ebenso ihren Raum, wie ganz alltägliche Situationen: Zilla, die Klavier spielt, die arbeitet oder nur ein Buch liest. Gerade die vordergründig banalen Tätigkeiten werden mit den Augen der Künstlerin zu Wahrnehmungsereignissen besonderer Art, die in der Lage sind, über das Hier und Jetzt hinauszuweisen und uns so in einen Zustand ästhetischer Erfahrung versetzen. [mehr]
Mark Harrington, Morning, 2002, Acryl auf Leinwand, Sammlung Dr. Joachim Kaske, Berg
Ausstellung | 30.04.2011 - 16.10.2011

Mark Harrington

Between Spaces
In den ungegenständlichen Bildern des amerikanischen Malers Mark Harrington überwiegen horizontale Linien und Strukturen. In einem aufwändigen Prozess zieht er mit verschiedenen Werkzeugen tastbare Spuren in die Schichten der pastosen, noch feuchten Acrylfarbe. Auf diese Weise werden diese Werke „lesbar“ im Sinne einer ihnen gleichsam „eingeschriebenen“ Lineatur. Harrington betont, dass er und seine Bilder eine direkte Beziehung zum Jazz besäßen. Und umgekehrt inspirieren wiederum seine Werke den Jazzpianisten Michael Wollny und den Vibraphonisten Christopher Dell zu neuen Klängen. Alle drei Künstler sprechen gar von Synergien und Affinitäten, die es in ihrem Werk gibt. Und alle drei sind gleichermaßen mit dem Sammler und Musikproduzenten Siggi Loch aufs Engste verbunden. [mehr]
Ausstellung | 22.01.2011 - 27.03.2011

BERTENBURG

Malerei
Auf den ersten Blick sehen die Bilder Achim Bertenburgs aus wie monochrome Flächen mit nebel- oder schlierenartigen Strukturen darin. Bei intensiverer Betrachtung aber meint man innerhalb der malerischen Textur Andeutungen von Formen zu entdecken, Schatten oder im Farbnebel sich verflüchtigende Konturen von Gegenständen oder gar Landschaften. Doch wird dieser Eindruck nie zur Gewissheit, erweisen sich der Pinselduktus und die sich überlagernden, ineinander übergehenden vieldeutigen Farbgebilde am Ende als die eigentlichen Motive und die Motivation dieser Bilder.[mehr]
Ausstellung | 17.07.2011 - 07.08.2011

Meisterschüler der Hochschule für Künste 2011

Ausstellung und Verleihung des Kunstpreises des HfK-Freundeskreises
Für junge Künstlerinnen und Künstler der Hochschule für Künste Bremen ist die gemeinsame Meisterschüler-Ausstellung krönender Abschluss ihres Studiums und Aufbruch zu neuen Ufern zugleich. Auch in diesem Jahr beenden sieben Meisterschülerinnen ihr Kunst-Studium in Bremen mit einer gemeinsamen Ausstellung. Es sind Bomee An, Imke Bullerkist, Guiyoung Gelhaus, Dorota Grund, Silke Parras, Milena Tsochkova und Noriko Yamamoto aus den Klassen von Professor Stephan Baumkötter, Professor Peter W. Schaefer, Professor Yuji Takeoka und Professor Fritz Vehring. [mehr]
Ausstellung | 06.11.2011 - 19.02.2012

Kapier Papier | Eine Reise durch das Land des Papiers

Eine Mitmachausstellung des kek-Kindermuseums in Kooperation mit der Weserburg
Die Ausstellung "Kapier Papier" beschäftigt sich mit der Geschichte und Herstellung des Papiers und den vielfältigen Aspekten von Papier als Kulturträger: Die Besucher lernen die Vorläufer des Papiers kennen und probieren, wie es ist, auf Stein, Pergament oder Tontafeln zu schreiben. An einer Mitmachstation lernen sie, wann das Klopapier erfunden wurde oder wie viel Papier jeder Mensch in Bremen braucht. Ein Spiel mit Redewendungen verrät, woher die Redewendung „mit sich hadern“ kommt oder was der Begriff „Papiertiger“ bedeutet. An weiteren Werkstationen können die Besucher selber Papier schöpfen, verschiedene Rohstoffe zur Papierherstellung kennen lernen sowie die Notwendigkeit des Papiers im Alltag erleben. [mehr]
Ausstellung in der Werkstatt Kunst | 04.03.2011 - 14.04.2011

in sity | an ort und stelle

Ausstellung der Studierenden der School of Architecture, Hochschule Bremen
Für die Ausstellung „in sity | an ort und stelle“ haben sich die Studierenden der School of Architecture der Hochschule Bremen von den Ausstellungen „Noch Fragen“ von Olaf Metzel und „Double Rotation“ (Sammlung Lafrenz) inspirieren lassen. Das Konzept des Semesters war es, Kunstwerke aus der Weserburg als Ausgangspunkt für ein eigenes künstlerisches und architektonisches Arbeiten zu nehmen, um daraus erste eigene Räumlichkeiten zu entwickeln. [mehr]
Robert Therrien: Ohne Titel (Butterfly), 1990, Sammlung Lafrenz © VG Bild-Kunst, Bonn 2010
Kunstwerke aus den Sammlungen

Double Rotation

Sammlung Lafrenz
Schon bei der Gründung der Weserburg hat die Sammlung Lafrenz das Selbstverständnis und das Erscheinungsbild des Sammlermuseums inmitten der Weser maßgeblich geprägt. Der Hamburger Apotheker Dr. Klaus Lafrenz hatte bereits seit den 1970er Jahren eine überzeugende und unverwechselbare Sammlung von Schlüsselpositionen der Minimal Art, Konzeptkunst, Arte Povera und verwandter Kunstströmungen aus den USA und Europa zusammengetragen. Auffallend war eine damals wie heute das Werk ausmachende Befragung der Medien und Materialien und der Grundbedingungen der Wahrnehmung durch die Künstler. In der Tat stellen die meisten der Lafrenz’schen Bilder, Skulpturen und Installationen nichts im mimetischen Sinne dar, sie bilden nichts ab, was außerhalb ihrer Selbst existieren könnte. Sie schaffen stattdessen auf sinnliche Weise unverwechselbare Situationen und Konfrontationen, welche sich sofort auf den Raum und schließlich auch auf den Betrachter übertragen. [mehr]
Ausstellung Zentrum | 21.05.2011 - 14.08.2011

POETRY GOES ART & vice versa

Zur Entstehung und internationalen Entwicklung der Konkreten und Visuellen Poesie seit den 1950er Jahren
Die Arbeit mit dem Material Sprache vereint Künstlerinnen und Künstler von Lateinamerika bis Osteuropa, von Nordamerika bis Asien. Als erste weltumspannende Literatur- und Kunstform auf der Basis ästhetischer Prinzipien thematisiert die Konkrete und Visuelle Poesie künstlerische Grenzüberschreitungen zwischen Text, Bild und Musik. Seit den 1950er Jahren formte sich diese künstlerisch literarische Strömung, bei der nicht mehr etwas „beschrieben“ wird, sondern die Sprache als Material sich selbst genügt. Das Publikum begegnet hier dem Spiel von Worten und Buchstaben, den Wechselbeziehungen zwischen Laut und Gestalt. Ein-Wort-Gedichte, Ideogramme, Dialektgedichte, Collagen und Schriftobjekte sind nur einige Formen, die hierbei entstanden sind.[mehr]
Ausstellung Zentrum | 05.03.2011 - 31.07.2011

From Page to Space

Publizierte Papierskulpturen
Die Ausstellung "Von der Seite zum Raum" führt auf ungewöhnliche Weise durch die zeitgenössische Kunst. Über 90 Künstlern unterschiedlicher Kunstströmungen – Konstruktivismus, Pop Art, Konzeptkunst, Nouveau Réalisme, Fluxus, Visuelle Poesie – präsentieren auf unerwartete, überraschende Weise die Vielfalt von Skulptur. Alle Arbeiten, von festen Objekten bis hin zu Arbeiten zum Ausschneiden und Montieren, sind dreidimensional - und: sie sind publiziert worden, eigenständig oder in Büchern. Die spezifische Technik und der Umstand, dass die Arbeiten in der Regel gedruckt werden, erlauben dem Künstler, Skulpturen auf neue Weise und farbig zu entwickeln.[mehr]
Ausstellung Zentrum | 07.09.2011 - 25.09.2011

Highlights aus zwanzig Jahren

Anlässlich des zwanzigjährigen Jubiläums der Weserburg zeigt das Studienzentrum für Künstlerpublikationen mit ausgewählten Werken einen Rückblick auf die Präsentationen der letzten zwei Jahrzehnte. Ein Querschnitt durch das umfangreiche Ausstellungsprogramm spiegelt die einzigartigen Bestände des Studienzentrums - von der Künstlerbriefmarke bis zum Buchobjekt, von der Künstlerschallplatte („Vinyl“) zur Künstlerpostkarte („Art à la carte“), von Fluxus bis Radiokunst, von Beuys bis Warhol.[mehr]
Ausstellung Zentrum | 08.04.2011 - 21.08.2011

Isolde Loock

der traum denkt nie an sich
Hochglanzbroschüren von Jil Sander, Tapetenmusterbücher, Röntgenaufnahmen, Kunstkataloge, Fenster und Spiegel, Zeitungen oder Literaturzeitschriften wie Lettre international werden von Isolde Loock bearbeitet, genauer gesagt beschriftet oder ganz genau gesagt mit eigenen oder fremden literarischen Texten, wie beispielsweise von Arthur Rimbaud, in Verbindung gebracht. Die mit Hand beschriebenen oder bestempelten Arbeiten basieren auf gefundenen Materialien, denn für Isolde Loock ist die Welt voll mit Werken und Dingen, da braucht nichts mehr hinzu gefügt zu werden. Statt etwas Neues zu erfinden, erschafft sie die Dinge neu. Sie geht den Dingen, so den Modebroschüren auf den Grund und holt das von vielen Unerreichte, Erträumte oder Ersehnte in die Normalität zurück, indem die Verbindung mit den Texten gleichsam eine Entzauberung des Dargestellten bewirkt. Sie entlarvt die Scheinwelt der Werbung, die mit den Träumen der Menschen spielt. [mehr]
Ausstellung Zentrum | 02.09.2011 - 29.01.2012

Edgardo-Antonio Vigo

Konzeptualismus, Visuelle Poesie und Mail Art bestimmen das umfangreiche Œuvre des argentinischen Künstlers Edgardo-Antonio Vigo (1928-1997). Seine Kunst war angesichts der Militärdiktatur in Argentinien zugleich politisches Handeln. Mit Stempelarbeiten, Künstlerbriefmarken, Textarbeiten und Statements machte er, eingebunden in ein internationales Netzwerk künstlerischen Austauschs, auf die Lage in seinem Land aufmerksam – und auf das Schicksal seines Sohnes, der 1976 „verschwand“– wie Tausende Opfer der Militärdiktatur. [mehr]
Ausstellung Zentrum | 19.11.2011 VERLäNGERT BIS 19.02.2012

Sticker in der Kunst

Vom Aufkleber in der Mail Art über Streetart bis zum Sticker Award
Das Studienzentrum für Künstlerpublikationen organisiert in Zusammenarbeit mit den International Sticker Awards eine Ausstellung rund um das in den letzten Jahren wieder populär gewordene Medium "Sticker". Zu sehen sind Aufkleber von bildenden Künstlern aus den Sammlungsbeständen des Studienzentrums und – aus dem Fundus der International Sticker Awards – Arbeiten aus verschiedenen Jahrzehnten der Protest- und Partizipationskultur sowie zeitgenössische Positionen aus Kunst und Alltag.

ÖFFNUNGSZEITEN

Dienstag bis Sonntag 11-18 Uhr
Donnerstag 11-20 Uhr
Montag geschlossen
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EINTRITTSPREISE

Erwachsene EUR 9
Ermäßigt EUR 5
Familien EUR 16
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KONTAKT

0049-(0)421-59839-0
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